Ära Heide Simonis
Die Ära Heide Simonis begann mit dem Rücktritt von Ministerpräsident Björn Engholm 1993. Im internen Machtkampf um die Nachfolge setzte sich die bisherige Finazministerin Heide Simonis durch. Sie wurde zur ersten und lange Zeit einzige Ministerpräsidentin Deutschlands gewählt.
Bei der Landtagswahl 1996 verlor die SPD ihre absolute Mehrheit und ging eine Koalition mit den erstarkten Grünen ein. Mit dieser ersten rot-grünen Koalition in Schleswig-Holstein regierte Heide Simonis bis 2005.
Mit ihrer straffen Finanzpolitik hat Heide Simonis sich Respekt auch in eher konservativen Bevölkerungskreisen erworben. Sie gab Anstösse für die Entwicklung einer High-Tech-Industrie und zur Modernisierung der Infrastruktur.[1]
"Heide-Mörder"
Nach der Landtagswahl 2005 verfügte die Koalition nur noch unter Tolerierung durch den Südschleswigschen Wählerverband (SSW) über eine Mehrheit von einer Stimme. Heide Simonis' Wiederwahl galt jedoch als sicher; Probeabstimmungen hatten keinen Abweichungen ergeben. In allen vier Wahlgängen, denen die Ministerpräsidentin sich am 17. März 2005 stellte, erhielt sie jedoch eine Stimme weniger, als sie hätte erhalten müssen, und wurde nicht wiedergewählt. Wer der (oder die) schnell so genannte "Heidemörder" war, ist bis heute unbekannt.
Einzelnachweise
- ↑ Herz, Wilfried: Die forsche Heide, 22. September 1995
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