Landesparteitag 1973, Eckernförde: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Jochen Steffen]] sagte im Februar 1973, auf dem Landesparteitag der schleswig-holsteinischen SPD in Eckernförde:
[[Jochen Steffen]] sagte im Februar 1973, auf dem Landesparteitag der schleswig-holsteinischen SPD in Eckernförde:
:"Unsere Erfahrung sollte uns lehren, es gibt keine vorbestimmte Kraft in der Entwicklung, die die Gesellschaft von sich aus in eine Zukunft treibt, wie wir sie wünschen. Hegels Weltgeist, in dem Sinn und Zielder Geschichte beschlossen sind und der sich durch die Taten der Großen verwirklicht, gibt es nicht. Der Weltgeist steckt auch nicht in der Entfaltung der Produktivkräfte. Ersteckt auch nicht in den Massen, und schon gar nicht in den Gehirnen und Handlangern der Politbüros. Im Leben des
:"Unsere Erfahrung sollte uns lehren, es gibt keine vorbestimmte Kraft in der Entwicklung, die die Gesellschaft von sich aus in eine Zukunft treibt, wie wir sie wünschen. Hegels Weltgeist, in dem Sinn und Zielder Geschichte beschlossen sind und der sich durch die Taten der Großen verwirklicht, gibt es nicht. Der Weltgeist steckt auch nicht in der Entfaltung der Produktivkräfte. Ersteckt auch nicht in den Massen, und schon gar nicht in den Gehirnen und Handlangern der Politbüros. Im Leben des einzelnen und der Gesellschaft steckt immer nur so viel Sinn, als wir entsprechend unserem Wertsystem gestaltend in sie einbringen. Das ist die Freiheit des Menschen. Und in der Art und Weise der Benutzung dieser Freiheit der Gestaltung des Heute und des Morgen liegt seine menschliche und gesellschaftliche Verantwortung"<ref>[[Jürgen Weber]], (1988) ''Jochen Steffen - Der "rote Jochen"'' in "Demokratische Geschichte" Bd. 3 [http://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_03/Demokratische_Geschichte_Band_03_Essay47.pdf Download]</ref>
einzelnen und der Gesellschaft steckt immer nur so viel Sinn, als wir entsprechend unserem Wertsystem gestaltend in sie einbringen. Das ist die Freiheit des Menschen. Und in der Art und Weise der Benutzung dieser Freiheit der Gestaltung des Heute und des Morgen liegt seine menschliche und gesellschaftliche Verantwortung"<ref>[[Jürgen Weber]], (1988) ''Jochen Steffen - Der "rote Jochen"'' in "Demokratische Geschichte" Bd. 3 [http://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_03/Demokratische_Geschichte_Band_03_Essay47.pdf Download]</ref>


== Quellen ==
== Quellen ==
<references />
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Version vom 20. November 2010, 10:25 Uhr

Jochen Steffen sagte im Februar 1973, auf dem Landesparteitag der schleswig-holsteinischen SPD in Eckernförde:

"Unsere Erfahrung sollte uns lehren, es gibt keine vorbestimmte Kraft in der Entwicklung, die die Gesellschaft von sich aus in eine Zukunft treibt, wie wir sie wünschen. Hegels Weltgeist, in dem Sinn und Zielder Geschichte beschlossen sind und der sich durch die Taten der Großen verwirklicht, gibt es nicht. Der Weltgeist steckt auch nicht in der Entfaltung der Produktivkräfte. Ersteckt auch nicht in den Massen, und schon gar nicht in den Gehirnen und Handlangern der Politbüros. Im Leben des einzelnen und der Gesellschaft steckt immer nur so viel Sinn, als wir entsprechend unserem Wertsystem gestaltend in sie einbringen. Das ist die Freiheit des Menschen. Und in der Art und Weise der Benutzung dieser Freiheit der Gestaltung des Heute und des Morgen liegt seine menschliche und gesellschaftliche Verantwortung"[1]

Quellen

  1. Jürgen Weber, (1988) Jochen Steffen - Der "rote Jochen" in "Demokratische Geschichte" Bd. 3 Download