Geschlechterquote: Unterschied zwischen den Versionen
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[[2011]] wurde die Quotierung noch einmal verschärft: Der [[Landesparteitag 2011, Husum|Landesparteitag]] in Husum überwies die Festlegung auf das [[Reißverschlussverfahren]] an den [[Landesvorstand]]<ref>Beschlussdatenbank: [http://beschluesse.spd-schleswig-holstein.de/index.php?title=G1_Geschlechterparit%C3%A4tische_Besetzung_von_Wahllisten_%282011%29 G1 Geschlechterparitätische Besetzung von Wahllisten (2011)]</ref>. Der Listenvorschlag zur [[Landtagswahl 2012]] war entsprechend quotiert. | [[2011]] wurde die Quotierung noch einmal verschärft: Der [[Landesparteitag 2011, Husum|Landesparteitag]] in Husum überwies die Festlegung auf das [[Reißverschlussverfahren]] an den [[Landesvorstand]]<ref>Beschlussdatenbank: [http://beschluesse.spd-schleswig-holstein.de/index.php?title=G1_Geschlechterparit%C3%A4tische_Besetzung_von_Wahllisten_%282011%29 G1 Geschlechterparitätische Besetzung von Wahllisten (2011)]</ref>. Der Listenvorschlag zur [[Landtagswahl 2012]] war entsprechend quotiert. | ||
[[2015]] betrug der Anteil weiblicher Mitglieder in der SPD Schleswig-Holstein 35% - in der Partei insgesamt lag er bei knapp 32 %. In der Landtagsfraktion werden nach dem Ausscheiden von [[Olaf Schulze]] und dem Nachrücken von [[Katrin Fedrowitz]] im Februar [[2016]] 9 von 22 Abgeordneten Frauen sein. Nach dem Ausscheiden von [[Hans-Peter Bartels]] aus dem Bundestag und dem Nachrücken von [[Karin Thissen]] sind 5 von 9 Bundestagsabgeordneten weiblich. Der [[Landesvorstand]] umfasst seit dem [[Landesparteitag 2015, Neumünster|Landesparteitag 2015]] in Neumünster mehr weibliche Mitglieder als männliche. | [[2015]] betrug der Anteil weiblicher Mitglieder in der SPD Schleswig-Holstein 35% - in der Partei insgesamt lag er bei knapp 32 %. In der Landtagsfraktion werden nach dem Ausscheiden von [[Olaf Schulze]] und dem Nachrücken von [[Katrin Fedrowitz]] im Februar [[2016]] 9 von 22 Abgeordneten (40 %) Frauen sein. Nach dem Ausscheiden von [[Hans-Peter Bartels]] aus dem Bundestag und dem Nachrücken von [[Karin Thissen]] sind 5 von 9 Bundestagsabgeordneten (55,5 %) weiblich. Der [[Landesvorstand]] umfasst seit dem [[Landesparteitag 2015, Neumünster|Landesparteitag 2015]] in Neumünster mehr weibliche (6) Mitglieder als männliche (5). | ||
Die nächste Aufgabe wird sein, neben der Quotierung der Wahllisten auch eine gerechtere Geschlechterverteilung in den Direktmandaten zu erreichen. Die sicheren Wahlkreise sind nach wie vor hauptsächlich von Männern besetzt.<ref>Vgl. etwa das Kommunalwahlergebnis 2013 in Kiel, wo trotz quotierter Liste nur 5 Frauen, aber 14 Männer für die SPD-Fraktion gewählt wurden.</ref> | Die nächste Aufgabe wird sein, neben der Quotierung der Wahllisten auch eine gerechtere Geschlechterverteilung in den Direktmandaten zu erreichen. Die sicheren Wahlkreise sind nach wie vor hauptsächlich von Männern besetzt.<ref>Vgl. etwa das Kommunalwahlergebnis 2013 in Kiel, wo trotz quotierter Liste nur 5 Frauen (26 %), aber 14 Männer für die SPD-Fraktion gewählt wurden.</ref> | ||
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Version vom 30. Dezember 2015, 00:13 Uhr
Die Geschlechterquote gilt seit dem Bundesparteitag 1988 in Münster für alle Wahlen innerhalb der Partei und alle Europa-, Bundes-, Landtags- und Kommunalwahlen[1]. Diese Regelung besagt, dass in Parteifunktionen und Wahllisten seit 1994 Männer und Frauen jeweils zu mindestens 40 Prozent vertreten sein müssen. Bis 1994 mussten beide Geschlechter jeweils zu mindestens 33 Prozent vertreten sein. Dies garantierte einen Mindestanteil von Männern und von Frauen.
Die SPD Schleswig-Holstein hatte sich bereits durch den Beschluss des Landesparteitags 1985 in Reinbek für weitergehende Regelungen entschieden[2]. Der Antrag analysierte damals:
- "Die Frauen sind nach wie vor bei einem Anteil an der SPD-Mitgliedschaft von 30 Prozent (Stand 01.02.1985) in den Parteifunktionen gravierend unterrepräsentiert:
- Nur 8,4 Prozent aller Ortsvereinsvorsitzenden der SPD Schleswig-Holstein sind Frauen; eine weibliche Kreisvorsitzende gibt es überhaupt nicht, und selbst bei den Beisitzerfunktionen im Ortsvereins- bzw. Kreisvorstand sind sie deutlich schlechter vertreten (im OV-Vorstand = 27 %, im Kreisvorstand = 24,5 %).
- Tatsache ist ebenfalls:
- Bei den parlamentarischen Mandaten sind die SPD-Frauen in Schleswig-Holstein nach wie vor unterrepräsentiert:
- - Anteil der weiblichen SPD-Mitglieder in den Gemeindevertretungen: 23,2 %
- - Anteil von Frauen in SPD-Kreistagsfraktionen: 15,7 %
- - Anteil der weiblichen MdL: 14,7 %
- - Anteil der weiblichen MdB: 22,2 5."
Die Quotenpolitik wurde fortgeführt durch den Beschluss des Landesparteitags vom Oktober 1989: Die 40-Prozent-Quote für Funktionen und Mandate wurde in der Satzung des Landesverbandes verankert.
Bereits 1988 hatte Ministerpräsident Björn Engholm Deutschlands erstes quotiertes Kabinett präsentiert.
2011 wurde die Quotierung noch einmal verschärft: Der Landesparteitag in Husum überwies die Festlegung auf das Reißverschlussverfahren an den Landesvorstand[3]. Der Listenvorschlag zur Landtagswahl 2012 war entsprechend quotiert.
2015 betrug der Anteil weiblicher Mitglieder in der SPD Schleswig-Holstein 35% - in der Partei insgesamt lag er bei knapp 32 %. In der Landtagsfraktion werden nach dem Ausscheiden von Olaf Schulze und dem Nachrücken von Katrin Fedrowitz im Februar 2016 9 von 22 Abgeordneten (40 %) Frauen sein. Nach dem Ausscheiden von Hans-Peter Bartels aus dem Bundestag und dem Nachrücken von Karin Thissen sind 5 von 9 Bundestagsabgeordneten (55,5 %) weiblich. Der Landesvorstand umfasst seit dem Landesparteitag 2015 in Neumünster mehr weibliche (6) Mitglieder als männliche (5).
Die nächste Aufgabe wird sein, neben der Quotierung der Wahllisten auch eine gerechtere Geschlechterverteilung in den Direktmandaten zu erreichen. Die sicheren Wahlkreise sind nach wie vor hauptsächlich von Männern besetzt.[4]
Quellen
- ↑ 150-jahre-spd.de 25 Jahre Quote in der SPD
- ↑ Beschlussdatenbank: B1: Innerparteiliche Gleichstellung von Frauen (1985)
- ↑ Beschlussdatenbank: G1 Geschlechterparitätische Besetzung von Wahllisten (2011)
- ↑ Vgl. etwa das Kommunalwahlergebnis 2013 in Kiel, wo trotz quotierter Liste nur 5 Frauen (26 %), aber 14 Männer für die SPD-Fraktion gewählt wurden.
