Fritz Lauritzen: Unterschied zwischen den Versionen
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Fritz Lauritzen lebte mit seiner Familie in der Rüsterstraße 8 in Elmschenhagen. Er war von Beruf Tischler. Nach seiner Entlassung [[1933]] aus dem Gemeindedienst sorgte er durch die Ausübung verschiedener Tätigkeiten für den Lebensunterhalt für sich und seine Familie. Das Ehepaar Lauritzen hatte 5 Kinder. Der älteste Sohn [[Lauritz Lauritzen]] machte in der SPD Karriere, u.a. als Oberbürgermeister von Kassel und Bundesminister für Wohnungsbau und später für Verkehr. | |||
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Fritz Lauritzen wurde am [[23. Juli]] [[1927]] von der Gemeindevertretung Elmschenhagens, zu der Zeit noch eine selbständige Gemeinde des Kreises Plön, für 12 Jahre zum "Besonderen Gemeindevorsteher" gewählt. In seine Amtszeit fielen u.a. das Aufwachsen des Dorfes Elmschenhagen zu einer größeren Stadtrandgemeinde und die ersten Eingemeindungsverhandlungen mit der Stadt Kiel, für die er sich einsetzte. Die Verhandlungen führten bereits [[1929]] zu einem Eingemeindungsvertrag. Nach den Bechlüssen der Gemeindevertretungen von Kiel und Elmschenhagen wurde der Vertrag am [[30. Oktober]] [[1929]] von Fritz Lauritzen und am [[16. November]] [[1929]] vom Kieler Oberbürgermeister Emil Luecken unterzeichnet. Das Eingliederungsvorhaben scheiterte jedoch [[1930]] an der fehlenden Zustimmung des regionalen Regierungspräsidenten und an der damaligen Reichsregierung in Berlin. | |||
Kurz nach der sogenannten "Machtergreifung" wurde Fritz Lauritzen auf Veranlassung der Ortsgruppe Elmschenhagen der NSDAP zunächst beurlaubt und im Herbst [[1933]] "wegen politischer Unzuverlässigkeit" als hauptamtlich bezahlter Gemeindevorsteher abgesetzt. | |||
Zum [[1. April]] [[1939]] erfolgte dann die Eingemeindung von Elmschenhagen in die Großstadt Kiel. Die beiden Vorplaner der Eingemeindung, nämlich Fritz Lauritzen und Emil Luecken, waren zu diesem Zeitpunkt lediglich Zaungäste des Ereignisses, die ein gleiches Schicksal teilten: Auch der Kieler Oberbürgermeister Luecken war [[1933]] von den Nazis abgesetzt worden. | |||
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Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 17:21 Uhr
| Fritz Lauritzen |
Fritz Lauritzen, * 12. Februar 1882, † 15. März 1971; Tischler. Mitglied der SPD seit 1903.[1]
Leben & Beruf
Fritz Lauritzen lebte mit seiner Familie in der Rüsterstraße 8 in Elmschenhagen. Er war von Beruf Tischler. Nach seiner Entlassung 1933 aus dem Gemeindedienst sorgte er durch die Ausübung verschiedener Tätigkeiten für den Lebensunterhalt für sich und seine Familie. Das Ehepaar Lauritzen hatte 5 Kinder. Der älteste Sohn Lauritz Lauritzen machte in der SPD Karriere, u.a. als Oberbürgermeister von Kassel und Bundesminister für Wohnungsbau und später für Verkehr.
Partei & Politik

Fritz Lauritzen wurde am 23. Juli 1927 von der Gemeindevertretung Elmschenhagens, zu der Zeit noch eine selbständige Gemeinde des Kreises Plön, für 12 Jahre zum "Besonderen Gemeindevorsteher" gewählt. In seine Amtszeit fielen u.a. das Aufwachsen des Dorfes Elmschenhagen zu einer größeren Stadtrandgemeinde und die ersten Eingemeindungsverhandlungen mit der Stadt Kiel, für die er sich einsetzte. Die Verhandlungen führten bereits 1929 zu einem Eingemeindungsvertrag. Nach den Bechlüssen der Gemeindevertretungen von Kiel und Elmschenhagen wurde der Vertrag am 30. Oktober 1929 von Fritz Lauritzen und am 16. November 1929 vom Kieler Oberbürgermeister Emil Luecken unterzeichnet. Das Eingliederungsvorhaben scheiterte jedoch 1930 an der fehlenden Zustimmung des regionalen Regierungspräsidenten und an der damaligen Reichsregierung in Berlin.
Kurz nach der sogenannten "Machtergreifung" wurde Fritz Lauritzen auf Veranlassung der Ortsgruppe Elmschenhagen der NSDAP zunächst beurlaubt und im Herbst 1933 "wegen politischer Unzuverlässigkeit" als hauptamtlich bezahlter Gemeindevorsteher abgesetzt.
Zum 1. April 1939 erfolgte dann die Eingemeindung von Elmschenhagen in die Großstadt Kiel. Die beiden Vorplaner der Eingemeindung, nämlich Fritz Lauritzen und Emil Luecken, waren zu diesem Zeitpunkt lediglich Zaungäste des Ereignisses, die ein gleiches Schicksal teilten: Auch der Kieler Oberbürgermeister Luecken war 1933 von den Nazis abgesetzt worden.
Ehrung
Durch Beschluss der Kieler Ratsversammlung vom 21. November 1996 erhielt auf Anregung des Elmschenhagener SPD-Ratsherren Rüdiger Kirkskothen die Grünfläche an der Rüsterstraße den Namen Fritz Lauritzen-Park.
Einzelnachweise
- ↑ Alle Angaben, auch die nachfolgenden, stammen von Rüdiger Kirkskothen.

