Siegfried Lenz: Unterschied zwischen den Versionen
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Bedeutsam für Schleswig-Holstein wurde Siegfried Lenz durch seine Aktivitäten in der von ihm mitbegründeten ''Wählerinitiative Nord'', die sich in den Bundestagswahlkämpfen von [[Bundestagswahl 1969|1969]] und [[Bundestagswahl 1972|1972]] und im [[Landtagswahl 1971|Landtagswahlkampf 1971]] für die SPD einsetzte. Ein wichtiger Beweggrund war sein Streben nach Aussöhnung mit dem von Deutschland zu Beginn des 2. Weltkriegs überfallenen Polen, in dem sein Geburtsort lag.<ref>[http://www.spiegel.de/kultur/literatur/siegfried-lenz-ist-tot-a-995781.html ''Siegfried Lenz ist tot'', ''Der Spiegel'', 7.10.14]</ref> [[1970]] gehörte er, wie auch [[Günter Grass]] und andere, [[Willy Brandt|Willy Brandts]] Delegation zur Unterzeichnung des Warschauer Vertrages an. | Bedeutsam für Schleswig-Holstein wurde Siegfried Lenz durch seine Aktivitäten in der von ihm mitbegründeten ''[[Wählerinitiative Nord]]'', die sich in den Bundestagswahlkämpfen von [[Bundestagswahl 1969|1969]] und [[Bundestagswahl 1972|1972]] und im [[Landtagswahl 1971|Landtagswahlkampf 1971]] für die SPD einsetzte. Ein wichtiger Beweggrund war sein Streben nach Aussöhnung mit dem von Deutschland zu Beginn des 2. Weltkriegs überfallenen Polen, in dem sein Geburtsort lag.<ref>[http://www.spiegel.de/kultur/literatur/siegfried-lenz-ist-tot-a-995781.html ''Siegfried Lenz ist tot'', ''Der Spiegel'', 7.10.14]</ref> [[1970]] gehörte er, wie auch [[Günter Grass]] und andere, [[Willy Brandt|Willy Brandts]] Delegation zur Unterzeichnung des Warschauer Vertrages an. | ||
Siegfried Lenz war eng mit [[Helmut Schmidt]] befreundet, über den er als noch relativ unbekannter Schriftsteller für den ''Spiegel'' ein Porträt verfasste<ref>[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46272503.html Siegfried Lenz über Helmut Schmidt: ''Genugtuungen sind selten (Szenarien zu einem dramatischen Porträt)'', ''Der Spiegel'', 5.5.65]</ref>, außerdem - was weniger bekannt ist - mit [[Jochen Steffen]]<ref>Kieler Nachrichten, 17.10.2014</ref>. | Siegfried Lenz war eng mit [[Helmut Schmidt]] befreundet, über den er als noch relativ unbekannter Schriftsteller für den ''Spiegel'' ein Porträt verfasste<ref>[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46272503.html Siegfried Lenz über Helmut Schmidt: ''Genugtuungen sind selten (Szenarien zu einem dramatischen Porträt)'', ''Der Spiegel'', 5.5.65]</ref>, außerdem - was weniger bekannt ist - mit [[Jochen Steffen]]<ref>Kieler Nachrichten, 17.10.2014</ref>. | ||
Version vom 15. Dezember 2014, 22:36 Uhr
| Siegfried Lenz |
Siegfried Lenz, * 17. März 1926 in Lyck/Ostpr. (heute Ełk/Polen), † 7. Oktober 2014 in Hamburg; Schriftsteller. So weit bekannt, nicht Mitglied der SPD.
Politisches Engagement
Bedeutsam für Schleswig-Holstein wurde Siegfried Lenz durch seine Aktivitäten in der von ihm mitbegründeten Wählerinitiative Nord, die sich in den Bundestagswahlkämpfen von 1969 und 1972 und im Landtagswahlkampf 1971 für die SPD einsetzte. Ein wichtiger Beweggrund war sein Streben nach Aussöhnung mit dem von Deutschland zu Beginn des 2. Weltkriegs überfallenen Polen, in dem sein Geburtsort lag.[1] 1970 gehörte er, wie auch Günter Grass und andere, Willy Brandts Delegation zur Unterzeichnung des Warschauer Vertrages an.
Siegfried Lenz war eng mit Helmut Schmidt befreundet, über den er als noch relativ unbekannter Schriftsteller für den Spiegel ein Porträt verfasste[2], außerdem - was weniger bekannt ist - mit Jochen Steffen[3].
Ehrungen
Neben zahlreichen Literaturpreisen wie dem Goethepreis war Lenz Ehrenbürger sowohl von Hamburg als auch von Schleswig-Holstein. 2011 erhielt er die Ehrenbürgerwürde seiner Geburtsstadt Ełk/Polen (früher Lyck/Ostpreußen).
Links
- Wikipedia
- Wolfgang Höbel: Zum Tode Siegfried Lenz': Freundlich mit Friedenspfeife, Der Spiegel, 8.10.14

