Kurt Semprich

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Kurt Semprich
Kurt Semprich
Geboren: 5. Januar 1920
Gestorben: 21. Februar 1999

Kurt Semprich, * 5. Januar 1920 in Stolp/Pommern (heute Słupsk/Polen); † 21. Februar 1999 in Elmshorn; Verwaltungsbeamter. Verheiratat, vier Kinder; evangelisch. Mitglied der SPD von 1946 bis ca. 1970.

Leben & Beruf

Nach dem Besuch der Volksschule machte Kurt Semprich eine Handwerkerlehre. Vermutlich diente er im 2. Weltkrieg in der Wehrmacht. Die Studie von Danker/Lehmann-Himmel ordnet ihn aufgrund seines Alters als "ns-sozialisiert" ein, bietet aber keine näheren Informationen.[1]

Nach Ende der NS-Diktatur kam er als Heimatvertriebener nach Schleswig-Holstein. Er durchlief eine Verwaltungsausbildung und arbeitete von 1949 bis 1950 als Referent von Ministerpräsident Bruno Diekmann.

Im August 1950 wurde er zum hauptamtlichen Bürgermeister der Großgemeinde Ratekau gewählt. Er vertrat den Kreis Eutin als Vorstandsmitglied im schleswig-holsteinischen Landgemeindeverband und war Mitglied des Aufsichtsrates der Gemeinnützigen Wohnstätten GmbH Eutin, Mitglied im Vorstand des Zweckverbandes der Ostseebäder und 2. Vorsitzender des Vereins für Heilerziehung Schleswig-Holstein e.V.

Im Mai 1962 wurde er Bürgermeister von Elmshorn, was er bis April 1980 blieb.

Er lebte zuletzt in Elmshorn; die letzte dem Landtag bekannte Adresse war die Kantstr. 32.

Partei & Politik

Kurt Semprich trat im Januar 1946 in die SPD ein, zunächst vermutlich als Mitglied im Kreisverein Kiel, dann im Kreisverein Eutin, dessen stellvertretender Vorsitzender er zeitweise war. Mit dem Wechsel nach Elmshorn gehörte er dem Kreisverband Pinneberg an.

Vor 1954 war er zeitweise Mitglied des kommunalpolitischen Beirates beim Bezirksvorstand.

Etwa 1973 verließ Kurt Semprich die SPD und wechselte zur CDU. Sein Bürgermeisteramt in Elmshorn behielt er bei.

Landtag

In der Landtagswahl 1954 bewarb sich Kurt Semprich im Wahlkreis 33 (Eutin-Süd) um ein Landtagsmandat und wurde direkt gewählt, 1958 dann über die Landesliste. Er war aktiv in den Ausschüssen für Justiz, für Volksbildung, für Gesundheitswesen, im Verkehrs- und im Innenausschuss sowie im Landeswahlausschuss. 1959 gehörte er dem Untersuchungsausschuss "Landtagspräsident Dr. Böttcher" an. Er nahm an der 3. Bundesversammlung teil.

Ehrungen

  • 5. Mai 1958 - Freiherr-vom-Stein-Medaille
  • 1980 - Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland

Literatur & Links

Quellen

  1. Vgl. Danker/Lehmann-Himmel, S. 279. Die fünf Grundkategorien lauten "exponiert nationalsozialistisch", "systemtragend-karrieristisch", "ns-sozialisiert", "angepasst ambivalent" und "oppositionell 'gemeinschaftsfremd'".