Heinrich Sellmann

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Heinrich Sellmann
Heinrich Sellmann
Geboren: 15. Mai 1899
Gestorben: 10. Dezember 1959

Heinrich Sellmann, * 15. Mai 1899 in Halstenbek; † 10. Dezember 1959 verm. in Elmshorn; Gewerkschaftssekretär und Landtagsabgeordneter. Verheiratet, 2 Kinder. SPD-Mitglied seit 1931.

Leben & Beruf

Nach der Volksschule arbeite Heinrich Sellmann auf dem Bau als Eisenflechter, Zementfacharbeiter und Hilfspolier. Er bildete sich an der Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin, an der DGB-Bundesschule und über Kurse an der Volkshochschule weiter und wechselte als hauptamtlicher Sekretär zur Gewerkschaft - zu welcher, ist nicht ermittelt. Nach seiner Vorbildung kommt vor allem der Baugewerksbund in Frage.

Heinrich Sellmann war verheiratet und hatte zwei Kinder. Er zog vermutlich während zwischen 1954 und 1958 um nach Elmshorn, wo er zur Zeit seines Todes in der Kirchenstraße 31 gemeldet war.

Partei & Politik

Bereits seit 1928 gehörte Heinrich Sellmann der Pinneberger Stadtvertretung an. Erst 1931 trat er mit 32 Jahren in die SPD ein und wurde zum 2. Vorsitzenden des Kreisvereins Pinneberg gewählt. Beides blieb er, bis im Juni 1933 die Nazis die SPD verboten. Es gibt Hinweise, dass er danach zumindest von einer Haussuchung betroffen war.

Nach der NS-Zeit war er von 1946 bis 1952 Stadtrat in Pinneberg sowie Kreistagsabgeordneter und Kreisausschussmitglied des Kreises Pinneberg. 1950 wählte ihn der Kreistag auf zwei Jahre zum Kreispräsidenten.

Er übernahm den Vorsitz des Verwaltungsausschusses beim Arbeitsamt Elmshorn und der Vertreterversammlung des Landesverbandes der Ortskrankenkassen Schleswig-Holstein, war Vorstandsmitglied der Allgemeinen Krankenkasse Pinneberg, gehörte dem Aufsichtsrat der Gemeinnützigen Kleinsiedlungsgesellschaft Pinneberg an und war Mitglied der Kreiswohnungsbaugesellschaft Pinneberg.

Landtag

Am 19. August 1952 rückte Heinrich Sellmann in den Landtag nach[1]. Bei der Landtagswahl 1954 gewann er direkt den Wahlkreis 20 (Pinneberg-Ost), bei der Landtagswahl 1958 den Wahlkreis 18 (Elmshorn). Er war aktiv im Agrar-, im Wirtschafts- und im Eingabenausschuss sowie im Ausschuss für Arbeit (später Arbeit und Aufbau).

Die Studie von Danker/Lehmann-Himmel stuft ihn unter den fünf möglichen Kategorien als "?" ein.[2]

Nach seinem Tod rückte Paul Preuß für ihn in den Landtag nach.

Literatur & Links

Quellen

  1. Für wen, ist noch nicht ermittelt.
  2. Vgl. Danker/Lehmann-Himmel, Anhang II, S. 4. Die fünf Kategorien lauten "exponiert nationalsozialistisch", "systemtragend-karrieristisch", "ns-sozialisiert", "angepasst ambivalent" und "oppositionell 'gemeinschaftsfremd'".