Ortsverein Pinneberg

Aus SPD Geschichtswerkstatt

Der Ortsverein Pinneberg ist eine Gliederung im Kreisverband Pinneberg. Er wurde am 19. März 1865 noch unter dem Namen Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands gegründet.

Geschichte

Eine ausführliche Geschichte des Ortsvereins ist auf dessen Homepage unter Geschichte des Ortsvereins zu finden.

Im Dezember 2000 vergab der Ortsverein den Boschen-Schmitt-Geick-Preis für Zivilcourage. Er ist nach Heinrich Boschen, Wilhelm Schmitt und Heinrich Geick benannt, die während der NS-Herrschaft in Pinneberg Widerstand leisteten und dies mit ihrem Leben bezahlten. Der mit 2000 € dotierte Preis wurde an einen Taxifahrer vergeben, der am Pinneberger Bahnhof einem Afrikaner zu Hilfe gekommen war, als der von einer Gruppe angegriffen wurde.[1]

Vorstände

Jahr Vorsitz Stellvertretung Kasse Schriftführung Weitere
14.11.2019 Kai Vogel Linja Voges Gabriela Matthies Lena Krenn Peer Asmussen (Öff.-Arbeit), Pjotr J. Schulsinger (Pressesprecher), Jannik Thiel
2018 Kai Vogel Lennart Feix Gabriela Matthies Linja Voges Frederik Lemke (Pressesprecher), Pjotr J. Schulsinger, Jannik Thiel
2014 Kai Vogel Lennart Feix Gabriela Matthies Monika Brackert-Anders Johnny Dames, Jonas Hanspach, Jannik Thiel, Aylin van Dülmen
30.10.2013 Kai Vogel
Mai 1986 (-2013) Herbert Hoffmann
1984 Lutz Glandt
15.3.1978 Horst Hager
17.3.1976 Hartmut Wrocklage
23.2.1974 Monika Piwon Hartmut Wrocklage
1971 ?
1969 Hans-Ulrich Brand
um 1959 Heinz Lange
?
1933-1945 Verbot der SPD
?
März 1914 Otto Plettenberg Heinrich Preuß Wilhelm Behnke Johannes von der Heide Maria Plettenberg
? Heinrich Knuth
1908 Richard Köhn
1906 Johannes Knaack
1905 Ernst Fliegner

Ehrenvorsitzende

Weitere bekannte Mitglieder

Frauen aus der Geschichte des OV[2]:

Emma Bohnemann, geb. Dolna * 28. November 1900 in Bärn/Mähren, † 16. Januar 1993 in Pinneberg, SPD-Politikerin "der ersten Stunde". Sie war von 1946 bis 1970 Mitglied der Pinneberger Ratsversammlung sowie des Pinneberger Kreistages, engagierte sich in der allgemeinen Wohlfahrtspflege, der Müttererholung, im Schulwesen und in der Jugendpflege. Sie war Vorsitzende der SPD-Frauengruppe der Stadt von 1946-1965. Nach dem Tode ihres Mannes Hermann Bohnemann 1965 übernahm sie auch noch den Posten der Hauptkassiererin. 35 Jahre lang war sie Vorstandsmitglied in der Pinneberger SPD, 1976 wurde sie zur Ehrenvorsitzenden gewählt.[3] Durch ihre Mitgliedschaft in der SPD-Frauengruppe auf Kreis- und Landesebene prägte sie die Frauenpolitik der SPD über viele Jahre. Benennung der Emma-Bohnemann-Straße durch Beschluss der Ratsversammlung vom 16. Dezember 1999.

Emilie Helm geb. Czichi, * 7. Januar 1891 in Wotenick/Pommern, † 1975 in Pinneberg[4]. Emilie Helm war Sozialdemokratin und gründete 1925 zusammen mit Anna Ipsen die Arbeiterwohlfahrt. Frau Helm war vor 1933 (Daten nicht genau ermittelt) Stadtverordnete in Pinneberg. 1933 wurde sie zur 1. Vorsitzenden der Sozialistischen Frauengruppe gewählt. 1944 wurde Emilie Helm bei der Aktion "Gitter" in einem Kieler Gefängnis inhaftiert.

Anna Ipsen geb. Pink, * 16. Mai 1889 in Raisdorf † 13. Juli 1980 in Pinneberg. Anna Ipsen war Sozialdemokratin und gründete 1925 zusammen mit Emilie Helm die Arbeiterwohlfahrt. 1944 wurde Anna Ipsen bei der Aktion "Gewitter" in einem Kieler Gefängnis inhaftiert. Sie kam durch eine Petition ihrer Tochter frei.

BürgermeisterInnen

Links

Einzelnachweise

  1. SPD ehrte Klaus Wegener mit dem Boschen-Schmitt-Geick-Preis, Hamburger Abendblatt, 5.12.2000
  2. Aus: Pinneberg-Lexikon
  3. Ortsverein Pinneberg: Parteigeschichte 1945-1964
  4. Ortsverein Pinneberg: Parteigeschichte 1945-1964