Manfred Frank
| Manfred Frank |
Manfred Frank, * 2. November 1929 in Grimmelsberg/Krs. Plön; † 18. Juni 2003 in Seedorf/Krs. Segeberg; Kaufmann, Gastwirt. Mitglied der SPD ab 1959.
Leben & Beruf
Nach der Mittleren Reife war Manfred Frank als Gastwirt und Kaufmann tätig. Seine Eltern hatten sich um 1950 am Burggraben 1 in Seedorf ein Haus gebaut, in dem sie ab 1952 die "Turmschänke" betrieben. Dieses Lokal übernahm der Sohn; er konnte dort viele politische Weggefährten begrüßen, darunter Willy Brandt und Helmut Schmidt. Sein Sohn Lutz Frank, zugleich der letzte SPD-Ortsvorsitzende in Seedorf, führte es bis zur Verpachtung 2019 weiter.[1]
Manfred Frank und seine Frau hatten drei Kinder.
Als Konfession gab er evangelisch an. Er war Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Seedorf und im Sportverein SC Berlin (SH), dessen Vorsitzender er zeitweise war. Ebenso war er zeitweise Vorsitzender des Kreishandballverbandes Segeberg, stellv. Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Bad Segeberg und Umgebung sowie 2. stellv. Vorsitzender der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.
1980 bewarb er sich um den Vorsitz des Kreissportverbandes Segeberg, unterlag allerdings in einer Kampfabstimmung deutlich.[2]
Partei & Politik
Manfred Frank trat 1959 der SPD bei. Ab 1960 war er Vorsitzender des Ortsvereins Seedorf, von 1964 bis 1978 Vorsitzender des Kreisverbandes Segeberg, dem er danach von 1980 bis 2003 als Schatzmeister diente.
In der Gemeinde Seedorf war er ab 1959 Gemeindevertreter, von 1962 bis 1998[3] auch Bürgermeister.
1962 wurde er in den Kreistag des Kreises Segeberg gewählt, wo er von 1963 bis 1970 Vorsitzender der Kreistagsfraktion und Kreisrat war, danach stellv. Fraktionsvorsitzender.
Als Kandidat für die Kreistagswahl 1974 setzte er sich für Schülerbeförderung zum Nulltarif ein.[4]
Als in den Haushaltsberatungen des Kreistages vom 13. Dezember 1990 SPD und Grüne angesichts von Sparzwängen
"den Vorstoß unternehmen, an der Bezuschussung des Sportes zu kratzen, ruft dies die „Sportfraktion“ im Kreistag auf den Plan. [Diese] kann nicht nur die angedachten Einsparungen abwehren, sie bringt den Kreistag sogar dazu, eine Verpflichtungsermächtigung über 1 Million DM für das Jahr 1993 auszusprechen. Punkt, Satz und Sieg."
Hier stellte sich Manfred Frank gegen seine Fraktion auf die Seite des Sports.[5]
Landtag
In den Landtagswahlen 1975, 1979 und 1983 bewarb er sich im Wahlkreis 30 (Segeberg-Ost), zog aber jeweils über die Landesliste in den Landtag ein; nach der Landtagswahl 1979 rückte er am 4. November 1980 für Karl Heinz Luckhardt nach. Er war aktiv in den Ausschüssen für Jugendfragen sowie für Landwirtschaft und Umweltschutz.
Ehrungen
- Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Schleswig-Holstein
- 17. Juli 1971 - Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber
- Bundesverdienstkreuz am Bande
- 3. September 1985 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
Weblinks
- Landtagsinformationssystem: Manfred Frank
- Wikipedia: Manfred Frank (Politiker)
Einzelnachweise
- ↑ Fotostrecke: Turmschänke Seedorf wechselt den Betreiber, Kieler Nachrichten, Regionalausgabe Kreis Segeberg, 8.5.2019 (Bezahlschranke)
- ↑ Gemeinde Schmalensee: Jahreschronik 1980, 24.06.
- ↑ Wikipedia: Seedorf (Kreis Segeberg), abgerufen 25.12.2025
- ↑ Gemeinde Schmalensee: Jahreschronik 1974, 08.03.
- ↑ Gemeinde Schmalensee: Jahreschronik 1990

