Wilhelmine Kähler

Aus SPD Geschichtswerkstatt

Siehe Wikipedia: Wilhelmine Kähler

Wilhelmine Kähler, geb. Mohs (* 3. April 1864 in Kellinghusen, Herzogtum Holstein; † 22. Februar 1941 in Bonn). Schneiderin, politische Schriftstellerin und Agitatorin, Ministerialreferentin. In der SPD ab Ende der 1880er Jahre, weibliche Vertrauensperson für den 8. und den 10. Schleswig-Holsteinischen Reichstagswahlkreis, später auch in Dresden. Schrieb für Die Gleichheit, ab 1916 Herausgeberin der Sozialdemokratischen Artikel-Korrespondenz.

Ab 1882 wohnte sie in Ottensen, dann Ortsverein Wandsbek. Nach Stationen in Dresden, Düsseldorf und Berlin ab 1924 wieder in Ortsverein Kellinghusen, ab 1932 in Bonn.

Aktiv in der Gewerkschaftsbewegung, gründete 1890 den Fabrik- und Handarbeiterinnenverband, dessen Vorsitzende sie bis 1892 war. Von 1892 bis 1899 Mitglied der Generalkommission der Gewerkschaften, ab Oktober 1913 hauptamtliche stellvertretende Vorsitzende des Verbandes der Hausangestellten Deutschlands und Redakteurin des Verbandsorgans. 1923 Rückzug aus der Gewerkschaftsarbeit.

1907 nahm sie am Internationalen Sozialistenkongress in Stuttgart teil.

Am 19. August 1910 begeisterte sie eine Versammlung in Wedel. 28 Personen sollen daraufhin in die SPD eingetreten sein.[1]

Gehörte 1919/20 der Weimarer Nationalversammlung an. Anschließend war sie bis zur Neuwahl der ostpreußischen Abgeordneten im Februar 1921 Reichstagsabgeordnete. Zeitgleich mit dem Ausscheiden aus dem Reichstag wurde sie Landtagsabgeordnete in Preußen.

In der Sitzung der Nationalversammlung am 17. Juli 1919 sprach sie sich für eine Zentralisierung der Jugendfürsorge beim Reich aus. Private und konfessionelle Jugendfürsorgeeinrichtungen sollten abgeschafft werden.

Einzelnachweise