Ewald Breitkopf: Unterschied zwischen den Versionen
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Bis mindestens [[2000]] lebte Ewald Breitkopf in einem Mietshaus am Masurenweg 25 in Dietrichsdorf, zuletzt dann im Altenzentrum am Poggendörper Weg 32. Seine Ehefrau scheint vor ihm gestorben zu sein, denn die Traueranzeige ist nur von "Regina und Peter" und "Nicole und Andreas" unterzeichnet - vermutlich seine Kinder und ihre Partner*innen - sowie mit drei weiteren Namen, vermutlich die Enkelkinder. Weitere Anzeigen oder ein Nachruf sind offenbar nicht erschienen.<ref>Traueranzeige der Familie, ''Kieler Nachrichten'', 25.7.2009</ref> | |||
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Ewald Breitkopf trat am [[5. Dezember]] [[1946]] in die SPD ein. Er war von [[1973]], möglicherweise aber auch schon vorher, bis [[1977]] Beisitzer im Vorstand des [[Ortsverein Neumühlen-Dietrichsdorf|Ortsvereins Neumühlen-Dietrichsdorf]], dann bis [[1980]] stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender. Zu seinem Rücktritt von dieser Funktion führte ein Streit zwischen der vom damaligen Vorsitzenden [[Helmut Hänsler]] geführten Mehrheit im Ortsverein und der intern "Howaldtmafia" genannten Gruppe, zu der neben Ewald Breitkopf u.a. auch die HDW-Betriebsratsmitglieder und [[Kreisverband Kiel - Ratsfraktion|Ratsherren]] [[Horst Lorenz]] und [[Walter Knaupe]] gehörten. Die Auseinandersetzung ging bis hin zu einem - abgelehnten - Parteiausschlussverfahren gegen Ewald Breitkopf.<ref>Die Angaben stammen von [[Sönke Petersen]].</ref> | |||
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Aktuelle Version vom 31. Januar 2026, 13:04 Uhr
| Ewald Breitkopf |
Franz Ewald Breitkopf, * 2. Oktober 1927 in Kiel, † 14. Juli 2009 in Kiel. Maschinenschlosser, Kommunalpolitiker. Mitglied der SPD seit 1946.
Leben & Beruf
Ewald Breitkopf kam im Kieler Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf zur Welt. Im Kieler Adressbuch von 1940[1] sind sechs Haushalte mit dem Namen Breitkopf angegeben, davon fünf auf dem Ostufer, vier in Neumühlen-Dietrichsdorf; die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass der Werkzeugmacher Franz Breitkopf aus der Tiefen Allee 43, III. Stock, sein Vater war. Der Junge machte - vermutlich "auf Howaldt" - eine Lehre als Maschinenschlosser und arbeitete auf der Howaldtwerft, wo er auch - als Vertreter der IG Metall - viele Jahre Betriebsratsmitglied war.[2]
Bis mindestens 2000 lebte Ewald Breitkopf in einem Mietshaus am Masurenweg 25 in Dietrichsdorf, zuletzt dann im Altenzentrum am Poggendörper Weg 32. Seine Ehefrau scheint vor ihm gestorben zu sein, denn die Traueranzeige ist nur von "Regina und Peter" und "Nicole und Andreas" unterzeichnet - vermutlich seine Kinder und ihre Partner*innen - sowie mit drei weiteren Namen, vermutlich die Enkelkinder. Weitere Anzeigen oder ein Nachruf sind offenbar nicht erschienen.[3]
Partei & Politik

Ewald Breitkopf trat am 5. Dezember 1946 in die SPD ein. Er war von 1973, möglicherweise aber auch schon vorher, bis 1977 Beisitzer im Vorstand des Ortsvereins Neumühlen-Dietrichsdorf, dann bis 1980 stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender. Zu seinem Rücktritt von dieser Funktion führte ein Streit zwischen der vom damaligen Vorsitzenden Helmut Hänsler geführten Mehrheit im Ortsverein und der intern "Howaldtmafia" genannten Gruppe, zu der neben Ewald Breitkopf u.a. auch die HDW-Betriebsratsmitglieder und Ratsherren Horst Lorenz und Walter Knaupe gehörten. Die Auseinandersetzung ging bis hin zu einem - abgelehnten - Parteiausschlussverfahren gegen Ewald Breitkopf.[4]
Um 1987 war er Kieler AfA-Kreisvorsitzender.[2]
In der Kommunalwahl 1978 wurde Ewald Breitkopf im Wahlkreis 22 (Dietrichsdorf) direkt gewählt, in den Kommunalwahlen 1982, 1986 und 1990 im Wahlkreis 21 (Wellingdorf). Zeitweise gehörte er dem Fraktionsvorstand an. Er war Mitglied in zahlreichen Ausschüssen der Ratsversammlung und Aufsichtsratsmitglied u.a. der Stadtwerke Kiel AG, der Kieler Wohnungsbaugesellschaft KWG und der Seefischmarkt GmbH.
Zur Kommunalwahl 1994 trat er nicht wieder an oder wurde nicht mehr nominiert.
Einzelnachweise
- ↑ Kieler Adressbuch, 1940, S. 57
- ↑ 2,0 2,1 Ewald Breitkopf 60, Kieler Nachrichten, 3.10.1987
- ↑ Traueranzeige der Familie, Kieler Nachrichten, 25.7.2009
- ↑ Die Angaben stammen von Sönke Petersen.

