August Staller: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Markierung: 2017-Quelltext-Bearbeitung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Markierung: 2017-Quelltext-Bearbeitung
Zeile 31: Zeile 31:
== Leben und Beruf ==
== Leben und Beruf ==
Sein Geburtsdatum und -ort sind bisher nicht ermittelt, auch nicht, seit wann er in Rahlstedt lebte. Er war verheiratet mit Gertrud Staller; das Ehepaar hatte mehrere Kinder.<ref name=":0">[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19260727/page/4 Traueranzeigen], ''Hamburger Echo'', 27.7.1926</ref> Als Kaufmann war er besser gestellt als viele Genossen: <blockquote>"Er war einer der Wenigen, die, obwohl gut situiert, sich ganz der Sache des Proletariats widmeten. [...] Sein Haus stand jedem Ratsuchenden zu jeder Zeit offen, auch hatte er für die Notleidenden stets ein offenes Ohr und eine offene Hand."<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19260801/page/6 August Stallers letzte Fahrt]'', ''Hamburger Echo'', 1.8.1926</ref></blockquote>  
Sein Geburtsdatum und -ort sind bisher nicht ermittelt, auch nicht, seit wann er in Rahlstedt lebte. Er war verheiratet mit Gertrud Staller; das Ehepaar hatte mehrere Kinder.<ref name=":0">[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19260727/page/4 Traueranzeigen], ''Hamburger Echo'', 27.7.1926</ref> Als Kaufmann war er besser gestellt als viele Genossen: <blockquote>"Er war einer der Wenigen, die, obwohl gut situiert, sich ganz der Sache des Proletariats widmeten. [...] Sein Haus stand jedem Ratsuchenden zu jeder Zeit offen, auch hatte er für die Notleidenden stets ein offenes Ohr und eine offene Hand."<ref>''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19260801/page/6 August Stallers letzte Fahrt]'', ''Hamburger Echo'', 1.8.1926</ref></blockquote>  
Auch die Kreispartei rühmte sein "liebevolles Wesen".<ref name=":0" /> Er starb unerwartet an einem Schlaganfall.<ref name=":1">''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19260728/page/6 August Staller gestorben]'', ''Hamburger Echo'', 28.6.1926</ref>  
Auch die Kreispartei rühmte sein "liebevolles Wesen".<ref name=":0" /> Er starb unerwartet an einem Schlaganfall.<ref name=":1">''[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19260728/page/6 August Staller gestorben]'', ''Hamburger Echo'', 28.6.1926</ref> Zur Trauerfeier sprachen neben einem Hamburger Genossen Meyer für die Partei [[Otto Siege]], für die Kreistagsfraktion [[Genosse Krell]], für den Provinziallandtag [[Wilhelm Lassen]] und für das [[Reichsbanner]] [[Willy Verdieck]] vom Landesvorstand.
 
Zur Trauerfeier sprachen neben einem Hamburger Genossen Meyer für die Partei "Genosse Siege" (vermutlich [[Otto Siege]]), für die Kreistagsfraktion [[Genosse Krell]], für den Provinziallandtag [[Wilhelm Lassen]] und für das [[Reichsbanner]] [[Willy Verdieck]] vom Landesvorstand.


== Partei & Politik ==
== Partei & Politik ==
Er gehörte der SPD vermutlich schon seit vor [[1900]] an, zuletzt dem [[Ortsverein Alt-Rahlstedt]] im [[Kreisverband Stormarn]]. In seinem Nachruf bescheinigte ihm das ''Hamburger Echo'', er sei einer  
August Staller gehörte der SPD vermutlich schon seit vor [[1900]] an, zuletzt dem [[Ortsverein Alt-Rahlstedt]] im [[Kreisverband Stormarn]]. In seinem Nachruf bescheinigte ihm das ''Hamburger Echo'', er sei einer  
<blockquote>"der rührigsten und unerschrockensten Kämpfer für die Sache der Sozialdemokratei im Kreise Stormarn [gewesen]. [...] Uneigennützig stellte Staller seine reiche Erfahrung, sein umfangreiches Wissen, seine freie Zeit und seine ganze Kraft, die trotz seiner 72 Jahre bis zuletzt ungebrochen war, der Partei zur Verfügung. [...] In politischen Auseinandersetzungen war er äußerst schlagfertig und gewandt, weshalb seine Gegner in seinem Wohnsitz Altrahlstedt, wo er deren naturgemäß sehr viele hatte, ihn mit unsauberen Mitteln bekämpften." Hervorgehoben wird auch: "In vielen Ausschüssen und Kommissionen entfaltete er eine emsige Tätigkeit. Um die Entwicklung der Kreissparkasse hat St. sich als dessen Vorstandsmitglied große Verdienste erworben."<ref name=":1" /></blockquote>
<blockquote>"der rührigsten und unerschrockensten Kämpfer für die Sache der Sozialdemokratei im Kreise Stormarn [gewesen]. [...] Uneigennützig stellte Staller seine reiche Erfahrung, sein umfangreiches Wissen, seine freie Zeit und seine ganze Kraft, die trotz seiner 72 Jahre bis zuletzt ungebrochen war, der Partei zur Verfügung. [...] In politischen Auseinandersetzungen war er äußerst schlagfertig und gewandt, weshalb seine Gegner in seinem Wohnsitz Altrahlstedt, wo er deren naturgemäß sehr viele hatte, ihn mit unsauberen Mitteln bekämpften." Hervorgehoben wird auch: "In vielen Ausschüssen und Kommissionen entfaltete er eine emsige Tätigkeit. Um die Entwicklung der Kreissparkasse hat St. sich als dessen Vorstandsmitglied große Verdienste erworben."<ref name=":1" /></blockquote>



Version vom 28. Dezember 2024, 16:56 Uhr

Noch kein Foto vorhanden
Noch kein Foto vorhanden
August Staller
Gestorben: 25. Juli 1926

August Staller, * 1853/54 , † 25. Juli 1926 im Alter von 72 Jahren in Alt-Rahlstedt; Kaufmann. Mitglied der SPD.

Leben und Beruf

Sein Geburtsdatum und -ort sind bisher nicht ermittelt, auch nicht, seit wann er in Rahlstedt lebte. Er war verheiratet mit Gertrud Staller; das Ehepaar hatte mehrere Kinder.[1] Als Kaufmann war er besser gestellt als viele Genossen:

"Er war einer der Wenigen, die, obwohl gut situiert, sich ganz der Sache des Proletariats widmeten. [...] Sein Haus stand jedem Ratsuchenden zu jeder Zeit offen, auch hatte er für die Notleidenden stets ein offenes Ohr und eine offene Hand."[2]

Auch die Kreispartei rühmte sein "liebevolles Wesen".[1] Er starb unerwartet an einem Schlaganfall.[3] Zur Trauerfeier sprachen neben einem Hamburger Genossen Meyer für die Partei Otto Siege, für die Kreistagsfraktion Genosse Krell, für den Provinziallandtag Wilhelm Lassen und für das Reichsbanner Willy Verdieck vom Landesvorstand.

Partei & Politik

August Staller gehörte der SPD vermutlich schon seit vor 1900 an, zuletzt dem Ortsverein Alt-Rahlstedt im Kreisverband Stormarn. In seinem Nachruf bescheinigte ihm das Hamburger Echo, er sei einer

"der rührigsten und unerschrockensten Kämpfer für die Sache der Sozialdemokratei im Kreise Stormarn [gewesen]. [...] Uneigennützig stellte Staller seine reiche Erfahrung, sein umfangreiches Wissen, seine freie Zeit und seine ganze Kraft, die trotz seiner 72 Jahre bis zuletzt ungebrochen war, der Partei zur Verfügung. [...] In politischen Auseinandersetzungen war er äußerst schlagfertig und gewandt, weshalb seine Gegner in seinem Wohnsitz Altrahlstedt, wo er deren naturgemäß sehr viele hatte, ihn mit unsauberen Mitteln bekämpften." Hervorgehoben wird auch: "In vielen Ausschüssen und Kommissionen entfaltete er eine emsige Tätigkeit. Um die Entwicklung der Kreissparkasse hat St. sich als dessen Vorstandsmitglied große Verdienste erworben."[3]

Während der Novemberrevolution engagierte er sich in Altrahlstedt im Arbeiter- und Soldatenrat, danach war er stellvertretender Amtsvorsteher des Amtsbezirks. Von 1918 bis zu seinem Tod war er außerdem Mitglied des Kreistages und des Provinziallandtages.[3] Er war zuletzt Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft Altrahlstedt-Tonndorf-Lohe sowie Mitglied des Reichsbanners, Ortsgruppe Alt-Rahlstedt.[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Traueranzeigen, Hamburger Echo, 27.7.1926
  2. August Stallers letzte Fahrt, Hamburger Echo, 1.8.1926
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 August Staller gestorben, Hamburger Echo, 28.6.1926