Else Meitmann: Unterschied zwischen den Versionen
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}}'''Elsa Anna 'Else' Meitmann''' (geb. Adam), * [[11. Januar]] [[1902]] in Kiel-Gaarden; † [[17. Februar]] [[1995]] in Kiel | }}'''Elsa Anna 'Else' Meitmann''' (geb. Adam), * [[11. Januar]] [[1902]] in Kiel-Gaarden; † [[17. Februar]] [[1995]] in Kiel; Innenarchitektin. Verheiratet mit [[Karl Meitmann|Jack Meitmann]], zwei Kinder. Mitglied der SPD. | ||
== Leben & Beruf == | == Leben & Beruf == | ||
Else Meitmann wuchs in Gaarden-Süd, im Umfeld des von ihrem Vater gegründeten [[Allgemeiner Konsumverein Kiel| | Else Meitmann wuchs in Gaarden-Süd, im Umfeld des von ihrem Vater [[Hermann Adam]] gegründeten [[Allgemeiner Konsumverein Kiel|Kieler Konsumvereins]] auf. Sie war die Älteste von vier Kindern; einer ihrer Brüder war [[Hans Adam]]. Nach der Volksschule besuchte sie in Kiel eine Berufsschule auf dem Gebiet der Möbelherstellung. Später bildete sie sich als Innenarchitektin weiter.<ref>Stermann: ''Maman Grete'', S. 158</ref> | ||
Zwischen [[1917]] und etwa [[1920]] verband sie eine starke Liebesfreundschaft mit | Zwischen [[1917]] und etwa [[1920]] verband sie eine starke Liebesfreundschaft mit [[Ernst Busch]].<ref>Stermann: ''Dienstag'', S. 6-12</ref> Am [[25. November]] [[1922]] heiratete sie jedoch [[Karl Meitmann|Jack Meitmann]]. Das Ehepaar bekam zwei Kinder, Grete * [[1923]]<ref>Stermann: ''Maman Grete'', S. 19</ref> und Jack (genannt 'Jacki' zur Unterscheidung von seinem Vater) * [[1925]].<ref>Stermann: ''Maman Grete'', S. 149</ref> Die Familie zog [[1927]] nach [[Ortsverein Altona|Altona]], dann [[1929]] nach Hamburg-Fuhlsbüttel<ref>Stermann: ''Maman Grete'', S. 25</ref>. Als der Familienvater Ende Oktober [[1933]] von Hamburg ausgewiesen wurde, gab es weitere Umzüge: nach Schmagorei, Kreis West-Sternberg in Westpreußen, dann ins benachbarte Drossen und [[1937]] nach Berlin-Charlottenburg.<ref>Stermann: ''Maman Grete'', S. 32-41</ref> Bei der Evakuierung Berlins [[1943]] wurde Else Meitmann von ihrer Familie getrennt und arbeitete als Möbelzeichnerin bei einer in Oranienburg provisorisch untergebrachten Berliner Firma, die Filmkulissen baute. Bei Herannahen der Front im April [[1945]] fuhr sie mit einem Fahrrad zu ihrer Mutter nach Kiel, bevor sich die Familie wieder in Hamburg zusammenfinden konnte.<ref>Stermann: ''Maman Grete'', S. 161-162</ref> | ||
[[1956]] zogen Meitmanns wieder an die Kieler Förde, in den Luisenweg 6 in [[Ortsverein Mönkeberg|Mönkeberg]], wo sie nach dem Ende von [[Karl Meitmann|Jack Meitmanns]] Bundestagsmandat zurückgezogen lebten. Genau 24 Jahre nach ihrem Mann starb Else Meitmann in ihrer Geburtsstadt Kiel. | |||
== Partei & Politik == | == Partei & Politik == | ||
Else Meitmann war Mitglied der SPD. Ihrem Ehemann stand sie in seiner politischen Tätigkeit zur Seite. Vor der | Else Meitmann war Mitglied der SPD. Ihrem Ehemann stand sie in seiner politischen Tätigkeit zur Seite. Vor der NS-Herrschaft betätigte sie sich auch selbstständig als Referentin, um das Selbstbewustsein der sozialdemokratischen Frauen zu fördern. Aus ihrer Jugendzeit hatte sie einen großen sozialdemokratischen Bekanntenkreis behalten. Schon vor ihrer Heirat war sie zum Beispiel mit der gleichaltrigen [[Lisa Hansen]] eng befreundet.<ref>Tagebücher Else Meitmann, Familienarchiv, unveröffentlicht</ref> | ||
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*[[Benutzer:Micsterm|Michel Stermann]]: ''„Dienstag geh ich ins Theater“ – Ernst Busch – Von der Werft zur Bühne 1917–1920''. Twentysix Verlag, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-74072-668-3 | *[[Benutzer:Micsterm|Michel Stermann]]: ''„Dienstag geh ich ins Theater“ – Ernst Busch – Von der Werft zur Bühne 1917–1920''. Twentysix Verlag, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-74072-668-3 | ||
== | == Einzelnachweise == | ||
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Aktuelle Version vom 24. Februar 2026, 22:36 Uhr
| Else Meitmann |
Elsa Anna 'Else' Meitmann (geb. Adam), * 11. Januar 1902 in Kiel-Gaarden; † 17. Februar 1995 in Kiel; Innenarchitektin. Verheiratet mit Jack Meitmann, zwei Kinder. Mitglied der SPD.
Leben & Beruf
Else Meitmann wuchs in Gaarden-Süd, im Umfeld des von ihrem Vater Hermann Adam gegründeten Kieler Konsumvereins auf. Sie war die Älteste von vier Kindern; einer ihrer Brüder war Hans Adam. Nach der Volksschule besuchte sie in Kiel eine Berufsschule auf dem Gebiet der Möbelherstellung. Später bildete sie sich als Innenarchitektin weiter.[1]
Zwischen 1917 und etwa 1920 verband sie eine starke Liebesfreundschaft mit Ernst Busch.[2] Am 25. November 1922 heiratete sie jedoch Jack Meitmann. Das Ehepaar bekam zwei Kinder, Grete * 1923[3] und Jack (genannt 'Jacki' zur Unterscheidung von seinem Vater) * 1925.[4] Die Familie zog 1927 nach Altona, dann 1929 nach Hamburg-Fuhlsbüttel[5]. Als der Familienvater Ende Oktober 1933 von Hamburg ausgewiesen wurde, gab es weitere Umzüge: nach Schmagorei, Kreis West-Sternberg in Westpreußen, dann ins benachbarte Drossen und 1937 nach Berlin-Charlottenburg.[6] Bei der Evakuierung Berlins 1943 wurde Else Meitmann von ihrer Familie getrennt und arbeitete als Möbelzeichnerin bei einer in Oranienburg provisorisch untergebrachten Berliner Firma, die Filmkulissen baute. Bei Herannahen der Front im April 1945 fuhr sie mit einem Fahrrad zu ihrer Mutter nach Kiel, bevor sich die Familie wieder in Hamburg zusammenfinden konnte.[7]
1956 zogen Meitmanns wieder an die Kieler Förde, in den Luisenweg 6 in Mönkeberg, wo sie nach dem Ende von Jack Meitmanns Bundestagsmandat zurückgezogen lebten. Genau 24 Jahre nach ihrem Mann starb Else Meitmann in ihrer Geburtsstadt Kiel.
Partei & Politik
Else Meitmann war Mitglied der SPD. Ihrem Ehemann stand sie in seiner politischen Tätigkeit zur Seite. Vor der NS-Herrschaft betätigte sie sich auch selbstständig als Referentin, um das Selbstbewustsein der sozialdemokratischen Frauen zu fördern. Aus ihrer Jugendzeit hatte sie einen großen sozialdemokratischen Bekanntenkreis behalten. Schon vor ihrer Heirat war sie zum Beispiel mit der gleichaltrigen Lisa Hansen eng befreundet.[8]
Literatur & Links
- Michel Stermann: Maman Grete. Eine Erzieherin aus Deutschland für KZ-Opfer-Waisenkinder in Frankreich und weitere Familien-Porträts (Norderstedt 2016), 2. Auflage 2018, ISBN 978-3-7407-4985-9
- Michel Stermann: „Dienstag geh ich ins Theater“ – Ernst Busch – Von der Werft zur Bühne 1917–1920. Twentysix Verlag, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-74072-668-3

