Bernd Saxe: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Hans-Bernhard 'Bernd' Saxe''' (*[[30. März]] [[1954]] in Ibbenbüren, Westfalen); Industriekaufmann/Diplom-Sozialwirt. Er ist der erste direkt gewählte Bürgermeister der Hansestadt [[Kreisverband Lübeck|Lübeck]] und ehemaliger Landtagsabgeordneter. Mitglied der SPD wurde er [[1972]].
'''Hans-Bernhard 'Bernd' Saxe''', * [[30. März]] [[1954]] in Ibbenbüren/Westf.; Industriekaufmann und Diplom-SozialwirtBürgermeister der Hansestadt [[Kreisverband Lübeck|Lübeck]] und ehemaliger Landtagsabgeordneter. Nicht verheiratet. Mitglied der SPD wurde er [[1972]].


== Leben & Beruf ==
== Leben & Beruf ==
Bernd Saxe macht [[1969]] seine Mittlere Reife, durchläuft in den folgenden zwei Jahren die höhere Handelsschule. Er beginnt [[1972]] eine Ausbildung zum Industriekaufmann und tritt in die [[IG Metall]] ein. [[1975]] schließt er seine Ausbildung ab und leistet danach seinen Zivildienst bei der [[Arbeiterwohlfahrt]]. Ab [[1977]] studiert er an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg und macht [[1980]] seinen Abschluss als Diplom-Sozialwirt. Während des Studiums wird Bernd Saxe [[1978]] in den Bundesvorstand des Jugendwerkes der Arbeiterwohlfahrt gewählt und wird [[1980]]-[[1983]] dessen Bundesvorsitzender.
Bernd Saxe machte [[1969]] seine Mittlere Reife und durchlief in den folgenden zwei Jahren die höhere Handelsschule. [[1972]] begann er eine Ausbildung zum Industriekaufmann und trat in die [[IG Metall]] und die SPD ein. Nach Abschluss seiner Ausbildung [[1975]] leistete er seinen Zivildienst bei der [[Arbeiterwohlfahrt]]. Ab [[1977]] studierte er an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg und machte [[1980]] seinen Abschluss als Diplom-Sozialwirt. Während des Studiums wurde er [[1978]] in den Bundesvorstand des Jugendwerkes der Arbeiterwohlfahrt gewählt, [[1980]] bis [[1983]] als dessen Bundesvorsitzender.


Von [[1983]]-[[1992]] Geschäftsführer bei der [[Kreisverband Lübeck|SPD Lübeck]].
Von [[1983]] bis [[1992]] war er Geschäftsführer der [[Kreisverband Lübeck|Lübecker SPD]].


Er wechselte von der IG Metall zur [[Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen]] dann zu [[ver.di]]. Bernd Saxe ist Mitglied bei der [[Arbeiterwohlfahrt]].  
Er wechselte von der IG Metall zur [[Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen]] dann zu [[ver.di]]. Bernd Saxe ist außerdem Mitglied der [[Arbeiterwohlfahrt]].  


== Politik ==
== Politik ==
In der [[Landtagswahl 1992]] tritt Bernd Saxe  für den Wahlkreis 42 Lübeck-Nord an und gewinnt ihn direkt. Im Landtag wird er Mitglied im Innen- und Rechtsausschuss, im Wirtschaftsausschuss und im Europaausschuss. Auch bei der [[Landtagswahl 1996]] gewinnt Bernd Saxe das Mandat in Lübeck-Nord direkt und wird er Mitglied im Innen- und Rechtsausschuss und im Europaausschuss.
In den Landtagswahlen [[Landtagswahl 1992|1992]] und [[Landtagswahl 1996|1996]] wurde Bernd Saxe im Wahlkreis 42 (Lübeck-Nord) jeweils direkt gewählt. Er war aktiv im Innen- und Rechtsausschuss, im Wirtschaftsausschuss und im Europaausschuss.  


=== Bürgermeister von Lübeck ===
=== Bürgermeister von Lübeck ===
[[1999]] bewirbt sich Bernd Saxe als Bürgermeister in Lübeck - als Nachfolger von [[Michael Bouteiller]]. Die Direktwahl für hauptamtliche Bürgermeister istgerade erst eingeführt worden und so wird er in der Stichwahl gegen einen CDU-Bewerber mit 57,36 Prozent zum ersten direkt gewählten Bürgermeister von Lübeck - der 228. Bürgermeister in der Geschichte der Hansestadt.<ref>''"[http://stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/6492 Ein klarer Sieg für Bernd Saxe]"'', Lübecker Stadtzeitung, 21. Dezember 1999</ref>
[[1999]] bewarb sich Bernd Saxe um die Nachfolge von [[Michael Bouteiller]] als Bürgermeister von Lübeck. Die Direktwahl für hauptamtliche BürgermeisterInnen war [[1996]] eingeführt worden. Bernd Saxe siegte in der Stichwahl gegen einen CDU-Bewerber mit 57,36 Prozent und wurde so der erste direkt gewählte Bürgermeister von Lübeck - der 228. Bürgermeister in der Geschichte der Hansestadt.<ref>''[http://stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/6492 Ein klarer Sieg für Bernd Saxe]'', ''Lübecker Stadtzeitung'', 21.12.1999</ref>


Bei seiner Wiederwahl im Jahr [[2005]] kommt Bernd Saxe in der Stichwahl gegen seinen CDU-Bewerber auf 59,5 Prozent<ref>''"[http://www.stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/18906 Saxe bleibt Bürgermeister]"'', Lübecker Stadtzeitung, 20. September 2005</ref>. Im Jahr [[2011]] hat Bernd Saxe fünf Herausforderer - unter anderem von CDU und Bündnis 90/Die Grünen<ref>''"[http://www.stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/24926 Größte Auswahl denn je]"'', Lübecker Stadtzeitung, 18. Oktober 2011</ref>. Im ersten Gang der Bürgermeisterwahl kommt Bernd Saxe auf 42,1 Prozent - die CDU-Kandidatin nur auf 27,5%<ref>''"[http://www.stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/24979 Kein Kandidat mit absoluter Mehrheit]"'', Lübecker Stadtzeitung, 08. November 2011</ref>. In der Stichwahl holt Bernd Saxe mit 61,2 Prozent sein bestes Ergebnis<ref>''"[http://www.stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/25014 Bernd Saxe bleibt Bürgermeister]"'', Lübecker Stadtzeitung, 22. November 2011</ref>.  
Bei seiner Wiederwahl im Jahr [[2005]] kam Bernd Saxe in der Stichwahl gegen seinen CDU-Mitbewerber auf 59,5 Prozent<ref>''[http://www.stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/18906 Saxe bleibt Bürgermeister]'', ''Lübecker Stadtzeitung'', 20.9.2005</ref>. Als er [[2011]] zum dritten Mal antrat, sah er sich fünf MitbewerberInnen gegenüber - unter anderem von CDU und Bündnis 90/Die Grünen<ref>''[http://www.stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/24926 Größte Auswahl denn je]'', ''Lübecker Stadtzeitung'', 18.10.2011</ref>. Im ersten Wahlgang kam er auf 42,1 Prozent, die CDU-Kandidatin auf 27,5 Prozent<ref>''[http://www.stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/24979 Kein Kandidat mit absoluter Mehrheit]'', ''Lübecker Stadtzeitung'', 8.11.2011</ref>. In der Stichwahl erreichte er dann mit 61,2 Prozent sein bestes Ergebnis<ref>''[http://www.stadtzeitung.luebeck.de/archiv/artikel/id/25014 Bernd Saxe bleibt Bürgermeister]'', ''Lübecker Stadtzeitung'', 22.11.2011</ref>.  


Im Jahr [[2016]] findet ein Bürgerentscheid in Lübeck statt: Die Stadt hatte die Sanierung des Traveufers geplant und dazu Fördermittel eingeworben. Allerdings müssten bei der Sanierung die Linden gefällt und durch neue Bäume ersetzt werden. Dagegen formierte sich Widerstand. Das Thema warf hohe Wellen in der Bevölkerung. Befürworter und Kritiker der Sanierung standen sich unversöhnlich gegenüber. Am Tag der Bürgerentscheids kündigt Bernd Saxe an, nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Der Bürgerentscheid geht denkbar knapp aus: 50,6 Prozent derjenigen, die angestimmt haben, sind für den Erhalt der Linden. Mit dem Sanierungsplan geht auch das Fördergeld verloren.  
Gegen Ende seiner Amtszeit war er mit einem Novum konfrontiert: Im Jahr [[2016]] musste die Stadt einen Bürgerentscheid zur geplanten Sanierung des Traveufers durchführen, für die Fördermittel eingeworben worden waren. Die Planung sah allerdings vor, die Linden am Traveufer zu fällen und durch neue Bäume zu ersetzen. Dagegen formierte sich Widerstand. Das Thema schlug hohe Wellen in der Bevölkerung; Befürworter und Kritiker der Sanierung standen sich unversöhnlich gegenüber. Am Tag des Bürgerentscheids kündigte Bernd Saxe an, nicht erneut für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Ob dies einen Einfluss auf den Bürgerentscheid hatte, lässt sich schwer sagen. Jedenfalls erlitt die Stadt eine knappe Niederlage: 50,6 Prozent der abgegebenen Stimmen waren für die Erhaltung der alten Linden. Damit war der Sanierungsplan nicht durchführbar und auch die Fördermittel verloren.  


Nach 18 Jahren im Amt, tritt Bernd Saxe nicht noch einmal für die Bürgermeisterwahl an. SPD-Kandidat für seine Nachfolge als Bürgermeister wird [[Jan Lindenau]].
Nach 18 Jahren im Amt trat Bernd Saxe, wie angekündigt, [[2017]] nicht noch einmal an. Zu seinem Nachfolger wurde [[Jan Lindenau]] gewählt, der das Amt am [[1. Mai]] [[2018]] antritt..


== Links ==
== Links ==
* Homepage: [http://www.berndsaxe.de berndsaxe.de]
* Homepage: [http://www.berndsaxe.de berndsaxe.de]
* Landtagsinformationssystem: [http://lissh.lvn.parlanet.de/cgi-bin/starfinder/0?path=samtflmore.txt&id=fastlink&pass=&search=R=177&format=WEBVOLLLANG Bernd Saxe]
* {{Wikipedia}}
* {{Wikipedia}}



Version vom 6. Dezember 2017, 03:26 Uhr

Bernd Saxe
Bernd Saxe
Bernd Saxe
Geboren: 30. März 1954

Hans-Bernhard 'Bernd' Saxe, * 30. März 1954 in Ibbenbüren/Westf.; Industriekaufmann und Diplom-Sozialwirt, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck und ehemaliger Landtagsabgeordneter. Nicht verheiratet. Mitglied der SPD wurde er 1972.

Leben & Beruf

Bernd Saxe machte 1969 seine Mittlere Reife und durchlief in den folgenden zwei Jahren die höhere Handelsschule. 1972 begann er eine Ausbildung zum Industriekaufmann und trat in die IG Metall und die SPD ein. Nach Abschluss seiner Ausbildung 1975 leistete er seinen Zivildienst bei der Arbeiterwohlfahrt. Ab 1977 studierte er an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg und machte 1980 seinen Abschluss als Diplom-Sozialwirt. Während des Studiums wurde er 1978 in den Bundesvorstand des Jugendwerkes der Arbeiterwohlfahrt gewählt, 1980 bis 1983 als dessen Bundesvorsitzender.

Von 1983 bis 1992 war er Geschäftsführer der Lübecker SPD.

Er wechselte von der IG Metall zur Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen dann zu ver.di. Bernd Saxe ist außerdem Mitglied der Arbeiterwohlfahrt.

Politik

In den Landtagswahlen 1992 und 1996 wurde Bernd Saxe im Wahlkreis 42 (Lübeck-Nord) jeweils direkt gewählt. Er war aktiv im Innen- und Rechtsausschuss, im Wirtschaftsausschuss und im Europaausschuss.

Bürgermeister von Lübeck

1999 bewarb sich Bernd Saxe um die Nachfolge von Michael Bouteiller als Bürgermeister von Lübeck. Die Direktwahl für hauptamtliche BürgermeisterInnen war 1996 eingeführt worden. Bernd Saxe siegte in der Stichwahl gegen einen CDU-Bewerber mit 57,36 Prozent und wurde so der erste direkt gewählte Bürgermeister von Lübeck - der 228. Bürgermeister in der Geschichte der Hansestadt.[1]

Bei seiner Wiederwahl im Jahr 2005 kam Bernd Saxe in der Stichwahl gegen seinen CDU-Mitbewerber auf 59,5 Prozent[2]. Als er 2011 zum dritten Mal antrat, sah er sich fünf MitbewerberInnen gegenüber - unter anderem von CDU und Bündnis 90/Die Grünen[3]. Im ersten Wahlgang kam er auf 42,1 Prozent, die CDU-Kandidatin auf 27,5 Prozent[4]. In der Stichwahl erreichte er dann mit 61,2 Prozent sein bestes Ergebnis[5].

Gegen Ende seiner Amtszeit war er mit einem Novum konfrontiert: Im Jahr 2016 musste die Stadt einen Bürgerentscheid zur geplanten Sanierung des Traveufers durchführen, für die Fördermittel eingeworben worden waren. Die Planung sah allerdings vor, die Linden am Traveufer zu fällen und durch neue Bäume zu ersetzen. Dagegen formierte sich Widerstand. Das Thema schlug hohe Wellen in der Bevölkerung; Befürworter und Kritiker der Sanierung standen sich unversöhnlich gegenüber. Am Tag des Bürgerentscheids kündigte Bernd Saxe an, nicht erneut für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Ob dies einen Einfluss auf den Bürgerentscheid hatte, lässt sich schwer sagen. Jedenfalls erlitt die Stadt eine knappe Niederlage: 50,6 Prozent der abgegebenen Stimmen waren für die Erhaltung der alten Linden. Damit war der Sanierungsplan nicht durchführbar und auch die Fördermittel verloren.

Nach 18 Jahren im Amt trat Bernd Saxe, wie angekündigt, 2017 nicht noch einmal an. Zu seinem Nachfolger wurde Jan Lindenau gewählt, der das Amt am 1. Mai 2018 antritt..

Links

Quellen

  1. Ein klarer Sieg für Bernd Saxe, Lübecker Stadtzeitung, 21.12.1999
  2. Saxe bleibt Bürgermeister, Lübecker Stadtzeitung, 20.9.2005
  3. Größte Auswahl denn je, Lübecker Stadtzeitung, 18.10.2011
  4. Kein Kandidat mit absoluter Mehrheit, Lübecker Stadtzeitung, 8.11.2011
  5. Bernd Saxe bleibt Bürgermeister, Lübecker Stadtzeitung, 22.11.2011