Karl Rickers: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Karl Rickers''' (1905 1999), Künstler und Journalist, unter [[Andreas Gayk]] in der Zeit des Nationalsozialismus Mitarbeiter der Berliner Wochenzeitung ''Blick in die Zeit'' und Redakteur des Parallelblattes ''Kurze Pause'', letzter Chefredakteur der [[Schleswig-Holsteinische Volkszeitung|Schleswig-Holsteinischen Volkszeitung]] 1954 – 1968.
'''Karl Otto Rickers''', * 1905 in Neukirchen b. Malente, † 1999 in Kiel, Künstler und Journalist. Er gehörte dem [[Kreisverband Kiel]] an.


Karl Rickers war verheiratet mit [[Susanne Materleitner]], die in der VZ ebenfalls eine herausragende Rolle einnahm.
== Weimarer Republik und Nationalsozialismus ==
Rickers machte an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Kiel eine Ausbildung zum Holzbildhauer. 1926 bis zu ihrem Verbot 1933 war er Mitarbeiter der ''[[Schleswig-Holsteinische Volkszeitung|Schleswig-Holsteinischen Volkszeitung]]'' (VZ).


Er gehörte dem [[Kreisverband Kiel]] an, der seit 2000 den "Karl-Rickers-Preis" verleiht. ''(Zweck ergänzen!)'' Erste Preisträgerin war [[Rosa Wallbaum]].
1933 siedelte er in das anonymere Berlin über, wo er unter [[Andreas Gayk]] an der subversiven Berliner Wochenzeitung ''[[Blick in die Zeit]]'' mitarbeitete und Redakteur des begleitenden Blattes ''Kurze Pause'' war, bis die Blätter 1935 eingestellt werden mussten. Danach war er hauptsächlich als Kartograph tätig, bis er 1941 zum Wehrdienst eingezogen und an die Ostfront geschickt wurde.
 
== VZ ==
1946 holten Andreas Gayk und [[Karl Ratz]] Rickers zurück an die wieder erscheinende VZ, zunächst als Lokalredakteur. Gegen seine Neigung wurde er 1954–1968 ihr letzter Chefredakteur. Über seine Zeit bei der VZ hat er in seinen Erinnerungen ausführlich berichtet. Er war verheiratet mit [[Susanne Materleitner]], die in der VZ als Kulturredakteurin ebenfalls eine herausragende Rolle einnahm.
 
== Ehrungen ==
Rickers erhielt 1985 den jährlich verliehenen Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel.
 
2000 und 2001 verlieh der Kreisverband Kiel den ''Karl-Rickers-Preis''. Der Preis wurde im Auftrag des Kreisvorstandes vom Journalisten [[Günther Martens]] und dem damaligen Kreisvorsitzenden [[Rolf Fischer]] entwickelt, um an den engagierten Autor, Intellektuellen und Sozialdemokraten Rickers zu erinnern. Gleichzeitig sollten Beispiele von Zivilcourage und Förderung der Demokratie gewürdigt werden. Der Preis bestand in einer Plexiglas-Skulptur der bekannten Künstlerin [[Angelika Barthel-Mulack]]. Erste Preisträgerin war [[Rosa Wallbaum]], die für ihren lebenslangen Einsatz für Kommunal- und Bildungspolitik geehrt wurde, zweite Preisträgerin die Theaterpädagogin Idun Hübner für ihr Zirkusprojekt mit Straßenkindern in Südafrika.<ref>Informationen zur Entstehung des Preises per eMail von Rolf Fischer am 27.2.2013</ref>


== Zitate ==
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== Links ==
== Links ==
*[http://www.gerdgruendler.de/Erinnerung%20an%20Karl%20Rickers.html Gerhard E. Gründler über Karl Rickers]
*[http://www.gerdgruendler.de/Erinnerung%20an%20Karl%20Rickers.html Gerhard E. Gründler über Karl Rickers]
*[http://www.lex-art.de/lex-art.de/sicher/b/Bartel-Muhlack__Angelika.pdf Angelika Bartel-Muhlack]
== Quellen ==
<references>


[[Kategorie:Person|Rickers, Karl]]
[[Kategorie:Person|Rickers, Karl]]
[[Kategorie:Zeitung|Rickers, Karl]]
[[Kategorie:Zeitung|Rickers, Karl]]

Version vom 31. März 2013, 15:54 Uhr

Karl Otto Rickers, * 1905 in Neukirchen b. Malente, † 1999 in Kiel, Künstler und Journalist. Er gehörte dem Kreisverband Kiel an.

Weimarer Republik und Nationalsozialismus

Rickers machte an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Kiel eine Ausbildung zum Holzbildhauer. 1926 bis zu ihrem Verbot 1933 war er Mitarbeiter der Schleswig-Holsteinischen Volkszeitung (VZ).

1933 siedelte er in das anonymere Berlin über, wo er unter Andreas Gayk an der subversiven Berliner Wochenzeitung Blick in die Zeit mitarbeitete und Redakteur des begleitenden Blattes Kurze Pause war, bis die Blätter 1935 eingestellt werden mussten. Danach war er hauptsächlich als Kartograph tätig, bis er 1941 zum Wehrdienst eingezogen und an die Ostfront geschickt wurde.

VZ

1946 holten Andreas Gayk und Karl Ratz Rickers zurück an die wieder erscheinende VZ, zunächst als Lokalredakteur. Gegen seine Neigung wurde er 1954–1968 ihr letzter Chefredakteur. Über seine Zeit bei der VZ hat er in seinen Erinnerungen ausführlich berichtet. Er war verheiratet mit Susanne Materleitner, die in der VZ als Kulturredakteurin ebenfalls eine herausragende Rolle einnahm.

Ehrungen

Rickers erhielt 1985 den jährlich verliehenen Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel.

2000 und 2001 verlieh der Kreisverband Kiel den Karl-Rickers-Preis. Der Preis wurde im Auftrag des Kreisvorstandes vom Journalisten Günther Martens und dem damaligen Kreisvorsitzenden Rolf Fischer entwickelt, um an den engagierten Autor, Intellektuellen und Sozialdemokraten Rickers zu erinnern. Gleichzeitig sollten Beispiele von Zivilcourage und Förderung der Demokratie gewürdigt werden. Der Preis bestand in einer Plexiglas-Skulptur der bekannten Künstlerin Angelika Barthel-Mulack. Erste Preisträgerin war Rosa Wallbaum, die für ihren lebenslangen Einsatz für Kommunal- und Bildungspolitik geehrt wurde, zweite Preisträgerin die Theaterpädagogin Idun Hübner für ihr Zirkusprojekt mit Straßenkindern in Südafrika.[1]

Zitate

  • "Was denn, bitte, ist wirklich neu oder originell in der Politik? Die große politische Leistung liegt zumeist nicht im Produzieren neuer Ideen, sondern in der beharrlichen Verfolgung und Durchsetzung dessen, was schon lange als vernünftig und notwendig, aber leider als nicht oder kaum durchsetzbar galt." - Karl Rickers

Literatur

  • Rickers, Karl: Erinnerungen eines Kieler Journalisten 1920 – 1970 (Neumünster 1992)

Links

Quellen

<references>

  1. Informationen zur Entstehung des Preises per eMail von Rolf Fischer am 27.2.2013