Mitgliederentscheid 2011: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 14. August 2014, 20:56 Uhr
Aus der Analyse der Niederlage bei der Landestagswahl 2009 erwuchs, initiiert vom Landesvorsitzenden Ralf Stegner, der Mitgliederentscheid über die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2012. Es bewarben sich neben Ralf Stegner selbst Torsten Albig, Oberbürgermeister von Kiel, die langjährige Elmshorner Bürgermeisterin Brigitte Fronzek und der Kieler Mathias Stein.
Vorbereitung
Der Landesvorstand beschloss auf seiner Sitzung am 22. November 2010 eine Richtlinie zur Durchführung des Mitgliederentscheids 2011.
Vorstellungsrunde
In Veranstaltungen in allen 15 Kreisen und kreisfreien Städten stellten sich Ende 2010 die Kandidatin und die Kandidaten vor. Den Kreisverbänden wurde freigestellt, ob im Anschluss an die Veranstaltungen ein Meinungsbild erhoben wurde und ob auch Nicht-Mitglieder daran teilnehmen durften.
Bei der Veranstaltung in Henstedt-Ulzburg setzte sich bei der Umfrage überraschend Brigitte Fronzek durch. Zuvor hatte sie in einer bewegenden Rede die Ernsthaftigkeit ihrer Bewerbung unterstrichen. Das Verfahren sei kein Duell von zwei Männern (Torsten Albig und Ralf Stegner), zu der es die Medien reduzierten. Auch sie sei als erfahrene Bürgermeisterin und Juristin eine Kandidatin, die in betracht gezogen werden sollte.
Briefwahl
19.171 Mitglieder der SPD in Schleswig-Holstein hatten die Wahl. 13.281 - knapp 70 Prozent nahmen bis zum 26. Feburar 2011 an der Briefwahl teil und stimmten zu 57,22% für Torsten Albig. Ralf Stegner kam mit 32,15% auf den 2. Platz, Brigitte Fronzek erhielt 9,09% der Stimmen und Mathias Stein 1,28%.[1]
Albig reicht Stegner die Hand
In einer Pressekonferenz am Tag nach dem Mitgliederentscheid erklärten Torsten Albig und Ralf Stegner, dass sie künftig zusammenarbeiten wollte. Kritiker hatten zuvor gefordert, dass Ralf Stegner sich bei einer Niederlage auch als Landesvorsitzender zurückziehen solle.
Nachwirkungen
Der vor dem Mitgliederentscheid weitestgehend unbekannte Mathias Stein wurde ein Jahr später in den Landesvorstand gewählt und zwei Jahre später mit gutem Ergebnis wiedergewählt.
Außerdem orientierte sich der Mitgliederentscheid über den Koalitionsvertrag nach der Bundestagswahl 2013 in seiner Organisation und Durchführung deutlich am Vorbild aus Schleswig-Holstein.
Quellen
- ↑ DIE ZEIT "Albig wird Spitzenkandidat der Nord-SPD" 26.2.2011