Jan-Uwe Schadendorf
| Jan-Uwe Schadendorf |
Jan-Uwe Schadendorf, * 1952 in Bad Bramstedt; Bankkaufmann, Berufsschullehrer. Mitglied der SPD ab 1970.
Werdegang
Jan-Uwe Schadendorf wuchs in Bad Bramstedt auf, machte dort sein Abitur und entwickelte politisches Interesse. Zeitweise war er Schülersprecher, sein Stellvertreter war Arved Fuchs[1]. Für eine Banklehre und ein Studium für das Lehramt an Berufsschulen[2] ging er zeitweise nach Hamburg, wo er seine erste Ehefrau kennenlernte.[3]
Bis zu ihrem plötzlichen Tod 2001 war er verheiratet mit Gudrun Kockmann-Schadendorf; das Ehepaar hatte zwei Kinder. Nach dem Tod seiner Frau gründete er mit anderen Gudruns Kinder-Stiftung zur Förderung der Kinder- und Jugendhilfe in und um Bad Bramstedt. Mittlerweile ist er in zweiter Ehe mit Ute Schadendorf verheiratet; das Ehepaar hat einen Sohn.[4]
In seiner Freizeit ist er Heimathistoriker, verfügt über ein umfangreiches Fotoarchiv zur Ortsgeschichte und hat mehrere Kalender und Veröffentlichungen zur Geschichte Bad Bramstedts vorgelegt.[4]
Partei & Politik
Zwischen seinem Eintritt 1970 und 1979 war Jan-Uwe Schadendorf zeitweise Pressesprecher der Bad Bramstedter Jusos.
Vor 1996 war er zeitweise Ortsvorsitzender der SPD - wann genau, ist noch nicht ermittelt. Mindestens ab 2019 gehört er dem Vorstand wieder an, möglicherweise auch durchgängig ab 1996.
Im April 1976 gehörte er auch zur Gründungs-Redaktion der Bürgerzeitung Rund um den Roland, an der er lange mitarbeitete, ab Oktober 1977 als verantwortlicher Redakteur[5].
Er war ab 1974 in der Bad Bramstedter Kommunalpolitik aktiv, teilweise als bürgerliches Mitglied, von 1978 bis 1982 und wieder von 2008 bis 2024 als Stadtverordneter, war zeitweise auch Vorsitzender, zuletzt stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion. Im Dezember 2024 erklärte er nach 50 Jahren seinen Rücktritt aus der Stadtverordnetenvertretung. Zum Abschied bescheinigten ihm auch politische Gegner umfassendes Wissen, scharfen Intellekt und dass er wertvolle Anregungen in die Stadtpolitik eingebracht habe.[4]
Doch auch nach seinem Rücktritt behält er als bürgerliches Mitglied die Leitung des Planungsausschusses. In dieser Funktion machte er schon eine Woche später seinem Ruf als "streitbarer Stadtverordneter" erneut alle Ehre: Er ließ durch die Kommunalaufsicht des Kreises feststellen, dass eine Sitzung zur Stadtsanierung juristisch nicht korrekt abgelaufen sei.[6]
Veröffentlichungen
- Bad Bramstedt in den Zeiten. Eine bebilderte Wanderung durch die Ortsgeschichte (Bad Bramstedt 2010), ISBN 987-3-00-031363-9
- Friedrich Ebert – Geschichte eines Denkmals und das Aufkommen der NSDAP in Bad Bramstedt, 12.11.2004
Einzelnachweise
- ↑ Wikipedia: Arved Fuchs
- ↑ Wir stellen vor, Rund um den Roland, Januar 1978, S. 2
- ↑ Behn, Einar: Ein Urgestein tritt kürzer, Kieler Nachrichten, Regionalausgabe Kreis Segeberg, 12.12.2024
- ↑ 4,0 4,1 4,2 Behn, Einar: Abschied von einem streitbaren Stadtverordneten, Kieler Nachrichten, Regionalausgabe Kreis Segeberg, 11.4.2025
- ↑ Impressum, Rund um den Roland, Oktober 1977, S. 5
- ↑ Behn, Einar: Stadtverordnete waren doch befangen, Kieler Nachrichten, Regionalausgabe Kreis Segeberg, 19.4.2025

