Otto Auhagen
| Otto Auhagen |
Otto Auhagen, * 17. Februar 1896 in Hamburg, † 14. Juli 1961 verm. in Henstedt; Lehrer, Kaufmann, Ingenieur. Mitglied der SPD ab 1918.
Leben & Beruf
Otto Auhagen stammte aus Hamburg und wuchs in einem sozialdemokratischen Elternhaus auf.[1] Nach der Volksschule besuchte er das Lehrerseminar, unterbrochen vom Militärdienst während des 1. Weltkriegs. Anfang 1915 - als Musketier im Infanterie-Regiment 141 - und im Juni 1917 - als Unteroffizier - wurde er jeweils leicht verwundet.[2]
Von 1923 bis zu seiner Entlassung 1933 unterrichtete er an der Hamburger Polizeischule. Um sich politischer Verfolgung wegen "illegaler" Parteiarbeit zu entziehen, ging er schon in den 1930er Jahren vorübergehend nach Henstedt im Kreis Segeberg, kehrte aber 1939 nach Hamburg zurück. Als er dort seine Wohnung bei einem Bombenangriff verlor, zog er 1943 dauerhaft nach Henstedt. Nach einer weiteren Berufsausbildung als Kaufmann und Ingenieur machte er sich 1940 selbstständig, wurde aber 1944/45 noch zum Kriegsdienst eingezogen.[3]
Partei & Politik
Otto Auhagen trat 1918 in die SPD ein. 1919/20 leitete er den Arbeiterjugendbund in Hamburg-Hamm. Er gehörte auch dem Reichsbanner an. Von 1931 bis 1933 war er Distriktsleiter in Hamburg-Fuhlsbüttel.[3]
Über die von Holger Martens erwähnte "illegale" Parteiarbeit während der NS-Herrschaft ist nichts Näheres ermittelt.[3]
1945 übernahm er den Vorsitz des neu gegründeten Kreisvereins Segeberg, wurde 1948 vom jüngeren Genossen Daubhäuser abgelöst, der aber im folgenden Jahr zurücktrat, und übernahm danach den Kreisvorsitz noch einmal bis Mitte der 1950er Jahre.[4]
Er war gewählter Delegierter des ersten offiziellen Parteitages der SPD nach der NS-Herrschaft.[5]
Kommunalpolitik
Ab 1946 gehörte er dem Segeberger Kreistag an, bis 1948 war er auch stellvertretender Landrat des Kreises.
1948 wurde er zum ehrenamtlichen Bürgermeister von Henstedt gewählt.
Literatur
- Martens, Holger: Die Geschichte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Schleswig-Holstein 1945 - 1959 (Malente 1998), ISBN 3-933862-24-8
Einzelnachweise
- ↑ Martens, Holger: Die Geschichte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Schleswig-Holstein 1945 - 1959 (Malente 1998), ISBN 3-933862-24-8, S. 217
- ↑ Genealogy Net: Verlustlisten des 1. Weltkrieges, S. 4072 und 18857
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Martens, Holger: Die Geschichte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Schleswig-Holstein 1945 - 1959 (Malente 1998), ISBN 3-933862-24-8, S. 547
- ↑ Martens, Holger: Die Geschichte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Schleswig-Holstein 1945 - 1959 (Malente 1998), ISBN 3-933862-24-8, S. 219
- ↑ Sozialistische Mitteilungen No 87, Juni 1946, S. 2. Sein Wohnort ist dort irrtümlich mit "Hennstedt, Kreis Segeberg" angegeben.

