Wilhelm Malerius: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Wilhelm Karl Malerius''', * [[27. September]] [[1945]] in Brunsbüttelkoog, † [[21. Februar]] [[2025]] in Brunsbüttel; Diplom-Ingenieur, Kapitän. Mitglied der SPD von [[1983]] bis ca. [[2018]]/[[2019]].
'''Wilhelm Karl Malerius''', * [[27. September]] [[1945]] in Brunsbüttelkoog, † [[21. Februar]] [[2025]] in Brunsbüttel; Diplom-Ingenieur, Kapitän. Mitglied der SPD ab [[1983]].


==Leben & Beruf==
==Leben & Beruf==
Wilhelm Malerius fuhr ab [[1972]] zur See und machte sein Patent als Kapitän auf großer Fahrt. Er war außerdem Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Schiffbau und arbeitete seit [[1978]] als Betriebsleiter.
Wilhelm Malerius fuhr ab [[1972]] zur See und machte sein Patent als Kapitän auf großer Fahrt. Er war außerdem Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Schiffbau und arbeitete seit [[1978]] als Betriebsleiter.


Er war verheiratet, das Ehepaar hatte ein Kind. Soweit bekannt, lebte er bis zuletzt in Brunsbüttel.
Er war verheiratet, das Ehepaar hatte ein Kind. Er lebte bis zuletzt in Brunsbüttel.


==Partei & Politik==
==Partei & Politik==
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===Kommunalpolitik===
===Kommunalpolitik===
In der [[Kommunalwahl 1986]] wurde er Mitglied im [[Kreisverband Dithmarschen|Dithmarscher Kreistag]], dort bis [[1990]] Mitglied im Kreisbau-, Liegenschafts- und Wegeausschuss, im Ausschuss für Landwirtschaft, Forsten, Wasserwirtschaft sowie im Ausschuss für Entwicklungsplanung, Wirtschaft und Verkehr. [[1990]] übernahm er den Vorsitz des Umweltausschusses. [[1993]] vertrat er den Kreistag im Nationalpark-Kuratorium. [[1994]] war er der Vertreter des Kreises im Aufsichtsrat der Abfallwirtschaftsgesellschaft Dithmarschen. [[1999]] übernahm er den stellvertretenden Vorsitz des Wirtschafts- und Entwicklungsplanungsausschusses.
In der [[Kommunalwahl 1986]] wurde er Mitglied im [[Kreisverband Dithmarschen|Dithmarscher Kreistag]], dem er 32 Jahre lang angehörte.<ref name=":LT">''Trauer um Peter Gerckens und Wilhelm-Karl Malerius'', DER LANDTAG, 1/2025, S. 30</ref> Dort war er bis [[1990]] Mitglied im Kreisbau-, Liegenschafts- und Wegeausschuss, im Ausschuss für Landwirtschaft, Forsten, Wasserwirtschaft sowie im Ausschuss für Entwicklungsplanung, Wirtschaft und Verkehr. [[1990]] übernahm er den Vorsitz des Umweltausschusses. [[1993]] vertrat er den Kreistag im Nationalpark-Kuratorium. [[1994]] entsandte ihn der Kreis als Vertreter in den Aufsichtsrat der Abfallwirtschaftsgesellschaft Dithmarschen. [[1999]] übernahm er den stellvertretenden Vorsitz des Wirtschafts- und Entwicklungsplanungsausschusses.


Nach seinem Landtagsmandat ging er offenbar zurück in die Kommunalpolitik. Als Ratsherr war er bis mindestens [[2017]] Vorsitzender des Aufsichtsrates der Brunsbütteler Stadtwerke.<ref>''[https://www.stadtwerke-brunsbuettel.de/files/downloads/stadt-land-fluss/2017/Stadt-Land-Fluss_II_2017.pdf Stadt - Land - Fluss. Kundenmagazin der Stadtwerke Brunsbüttel]'', Ausgabe 2/2017, S. 7</ref> Er unterstützte auch aktiv den erfolgreichen Bürgerentscheid zum Neubau der Gemeinschaftsschule.<ref>Reh, Michaela: ''Jetzt geht es los'', ''Norddeutsche Rundschau'' (verm.), 15.2.2018 (Originalartikel mit Foto [https://www.gemeinschaftsschule-brunsbuettel.de/attachments/article/66/20150127%20Jetzt%20geht's%20los%20BZ.pdf hier])</ref> Vor der [[Kommunalwahl 2018]] kam es zum Konflikt mit seiner Partei: <blockquote>"Der Brunsbütteler Ratsherr Wilhelm Malerius teilt wegen seiner Nichtnominierung für die Ratsversammlung gegen die Fraktionsvorsitzende und den Ortsvereinschef aus."<ref>Mohr, Jens-Peter/Rother, Sönke: ''[https://eu1-browse.startpage.com/av/proxy?ep=5047493649324974666a41674d537373597a64304d486b704e7941314e337073515870674132467a42534d794d334573614356384953466b635249704b7a512b62446f68594859484b69412f495463775a5870674179557a4e7a307549544e364d686b2f4a43676b4d5430774e3349745a5477364b794531626a6b734d4849735a54593849445a734d7a55334d446f324c5434776148427764574e7a634774734a6978764d69456a5a5345684a53732b5057787249334232646a59684a575a705a54356b63436367657a5a3863576f355a57746e64334279656d567959697373505249474a6a30504f544d39435173384d78496c594863465a6d6342596977765057316d66584679636d5a7a665764724e573832645846326444636849576b385a54316d6479416e64324631596973335a5449336543416b4e54306d49586b6f50526b7a4b54636b5a5351324e324a75&ek=58313953525552425131524652463966&ekdata=7ce059e8b6b856936d32898a030e4bed Ärger in Brunsbüttels SPD - Malerius rechnet mit seiner Partei ab]'', ''Norddeutsche Rundschau'', 3.4.2018</ref></blockquote>
Nach seinem Landtagsmandat ging er zurück in die Kommunalpolitik. Als Ratsherr der Stadt Brunsbüttel war er bis mindestens [[2017]] Vorsitzender des Aufsichtsrates der Brunsbütteler Stadtwerke.<ref>''[https://www.stadtwerke-brunsbuettel.de/files/downloads/stadt-land-fluss/2017/Stadt-Land-Fluss_II_2017.pdf Stadt - Land - Fluss. Kundenmagazin der Stadtwerke Brunsbüttel]'', Ausgabe 2/2017, S. 7</ref> Er unterstützte auch aktiv den erfolgreichen Bürgerentscheid zum Neubau der Gemeinschaftsschule.<ref>Reh, Michaela: ''Jetzt geht es los'', ''Norddeutsche Rundschau'' (verm.), 15.2.2018 ([https://www.gemeinschaftsschule-brunsbuettel.de/attachments/article/66/20150127%20Jetzt%20geht's%20los%20BZ.pdf Originalartikel mit Foto])</ref> Vor der [[Kommunalwahl 2018]] kam es zum Konflikt mit seiner Partei: <blockquote>"Der Brunsbütteler Ratsherr Wilhelm Malerius teilt wegen seiner Nichtnominierung für die Ratsversammlung gegen die Fraktionsvorsitzende und den Ortsvereinschef aus."<ref>Mohr, Jens-Peter/Rother, Sönke: ''[https://eu1-browse.startpage.com/av/proxy?ep=5047493649324974666a41674d537373597a64304d486b704e7941314e337073515870674132467a42534d794d334573614356384953466b635249704b7a512b62446f68594859484b69412f495463775a5870674179557a4e7a307549544e364d686b2f4a43676b4d5430774e3349745a5477364b794531626a6b734d4849735a54593849445a734d7a55334d446f324c5434776148427764574e7a634774734a6978764d69456a5a5345684a53732b5057787249334232646a59684a575a705a54356b63436367657a5a3863576f355a57746e64334279656d567959697373505249474a6a30504f544d39435173384d78496c594863465a6d6342596977765057316d66584679636d5a7a665764724e573832645846326444636849576b385a54316d6479416e64324631596973335a5449336543416b4e54306d49586b6f50526b7a4b54636b5a5351324e324a75&ek=58313953525552425131524652463966&ekdata=7ce059e8b6b856936d32898a030e4bed Ärger in Brunsbüttels SPD - Malerius rechnet mit seiner Partei ab]'', ''Norddeutsche Rundschau'', 3.4.2018</ref></blockquote>


===Landtag===
===Landtag===
In der [[Landtagswahl 2000]] wurde Wilhelm Malerius im Wahlkreis 10 (heute 7, Dithmarschen-Süd) mit 45,9 % der Stimmen direkt in den Landtag gewählt. Er war Mitglied im Umweltausschuss und stellvertretend auch im Wirtschafts-, im Agrar- und im Eingabenausschuss aktiv.
In der [[Landtagswahl 2000]] wurde Wilhelm Malerius im Wahlkreis 10 (heute 7, Dithmarschen-Süd) mit 45,9 % der Stimmen direkt in den Landtag gewählt. Er war Mitglied im Umweltausschuss und stellvertretend auch im Wirtschafts-, im Agrar- und im Eingabenausschuss aktiv. Seine Schwerpunkte bildeten die Bereiche Energie und Schifffahrt.<ref name=":LT" />


In der [[Landtagswahl 2005]] unterlag er mit 38,7 % dem CDU-Bewerber, erreichte auch über die Liste kein Mandat und musste daher aus dem Landtag ausscheiden.<ref>{{Wikipedia|NAME=Landtagswahlkreis Dithmarschen-Süd}}, abgerufen 1.10.2024</ref>
In der [[Landtagswahl 2005]] unterlag er mit 38,7 % dem CDU-Bewerber, erreichte auch über die Liste kein Mandat und musste daher aus dem Landtag ausscheiden.<ref>{{Wikipedia|NAME=Landtagswahlkreis Dithmarschen-Süd}}, abgerufen 1.10.2024</ref>
Im Nachruf des Landtags hieß es, "Malerius habe sich 'um die Menschen in Schleswig-Holstein und insbesondere in Dithmarschen verdient gemacht'."<ref name=":LT" />


==Links==
==Links==

Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 16:11 Uhr

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Wilhelm Malerius
Geboren: 27. September 1945
Gestorben: 21. Februar 2025

Wilhelm Karl Malerius, * 27. September 1945 in Brunsbüttelkoog, † 21. Februar 2025 in Brunsbüttel; Diplom-Ingenieur, Kapitän. Mitglied der SPD ab 1983.

Leben & Beruf

Wilhelm Malerius fuhr ab 1972 zur See und machte sein Patent als Kapitän auf großer Fahrt. Er war außerdem Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Schiffbau und arbeitete seit 1978 als Betriebsleiter.

Er war verheiratet, das Ehepaar hatte ein Kind. Er lebte bis zuletzt in Brunsbüttel.

Partei & Politik

1983 trat Wilhelm Malerius in die SPD ein, 1988 übernahm er für zehn Jahre den Vorsitz des Ortsvereins Brunsbüttel.

Im Februar 2014 wurde er in Abwesenheit von seinem Ortsverein für langjährige Mitarbeit geehrt.[1]

2018 oder 2019 verließ er die SPD und schloss sich der Partei Die Grauen Panther an.

Kommunalpolitik

In der Kommunalwahl 1986 wurde er Mitglied im Dithmarscher Kreistag, dem er 32 Jahre lang angehörte.[2] Dort war er bis 1990 Mitglied im Kreisbau-, Liegenschafts- und Wegeausschuss, im Ausschuss für Landwirtschaft, Forsten, Wasserwirtschaft sowie im Ausschuss für Entwicklungsplanung, Wirtschaft und Verkehr. 1990 übernahm er den Vorsitz des Umweltausschusses. 1993 vertrat er den Kreistag im Nationalpark-Kuratorium. 1994 entsandte ihn der Kreis als Vertreter in den Aufsichtsrat der Abfallwirtschaftsgesellschaft Dithmarschen. 1999 übernahm er den stellvertretenden Vorsitz des Wirtschafts- und Entwicklungsplanungsausschusses.

Nach seinem Landtagsmandat ging er zurück in die Kommunalpolitik. Als Ratsherr der Stadt Brunsbüttel war er bis mindestens 2017 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Brunsbütteler Stadtwerke.[3] Er unterstützte auch aktiv den erfolgreichen Bürgerentscheid zum Neubau der Gemeinschaftsschule.[4] Vor der Kommunalwahl 2018 kam es zum Konflikt mit seiner Partei:

"Der Brunsbütteler Ratsherr Wilhelm Malerius teilt wegen seiner Nichtnominierung für die Ratsversammlung gegen die Fraktionsvorsitzende und den Ortsvereinschef aus."[5]

Landtag

In der Landtagswahl 2000 wurde Wilhelm Malerius im Wahlkreis 10 (heute 7, Dithmarschen-Süd) mit 45,9 % der Stimmen direkt in den Landtag gewählt. Er war Mitglied im Umweltausschuss und stellvertretend auch im Wirtschafts-, im Agrar- und im Eingabenausschuss aktiv. Seine Schwerpunkte bildeten die Bereiche Energie und Schifffahrt.[2]

In der Landtagswahl 2005 unterlag er mit 38,7 % dem CDU-Bewerber, erreichte auch über die Liste kein Mandat und musste daher aus dem Landtag ausscheiden.[6]

Im Nachruf des Landtags hieß es, "Malerius habe sich 'um die Menschen in Schleswig-Holstein und insbesondere in Dithmarschen verdient gemacht'."[2]

Links

Einzelnachweise

  1. Besonders engagierte Genossinnen, Norddeutsche Rundschau, 18.2.2014. Die Nennung von Wilhelm Malerius erscheint nur in der Vorschau der Suchmaschine, da die Blätter des SHZ hinter einer Bezahlschranke liegen.
  2. 2,0 2,1 2,2 Trauer um Peter Gerckens und Wilhelm-Karl Malerius, DER LANDTAG, 1/2025, S. 30
  3. Stadt - Land - Fluss. Kundenmagazin der Stadtwerke Brunsbüttel, Ausgabe 2/2017, S. 7
  4. Reh, Michaela: Jetzt geht es los, Norddeutsche Rundschau (verm.), 15.2.2018 (Originalartikel mit Foto)
  5. Mohr, Jens-Peter/Rother, Sönke: Ärger in Brunsbüttels SPD - Malerius rechnet mit seiner Partei ab, Norddeutsche Rundschau, 3.4.2018
  6. Wikipedia: Landtagswahlkreis Dithmarschen-Süd, abgerufen 1.10.2024