Ortsverein Nienstedten
Der Ortsverein Nienstedten war eine Gliederung der SPD im Kreis Pinneberg.[1] Er ging am 1. Oktober 1925 aus dem Ortsverein Nienstedten-Klein-Flottbek hervor.[2]
Ein Vorsitzender konnte zunächst nicht gewählt werden. Genosse Buschmann übernahm den 2. Vorsitz, Genosse Knauf die Kasse, die Genossen Heidorn und Klooß die Schriftführung. Genosse Tamcke wurde Bezirksführer, Genosse Jahncke und die Genossin Christine Holzer Beisitzer*innen. Auch eine Fahnenkommission wurde gewählt.[2]
Die Maifeier 1926 der Elbgemeinden richteten die Ortsvereine Nienstedten und Klein-Flottbek gemeinsam aus. Die Festrede hielt im Klein-Flottbeker Park der Genosse Lothar Popp.[3]
1927 wurde Nienstedten mit den anderen, ebenfalls zum Kreis Pinneberg gehörenden "Elbgemeinden" Rissen, Blankenese, Sülldorf, Groß-Flottbek und Klein-Flottbek nach Altona eingemeindet. Die Elbgemeinden waren deutlich wohlhabender als die Großstadt und bürgerlich orientiert, die SPD dort wenig bedeutend. Die Eingemeindung wurde als "Enteignung" empfunden und abgelehnt. Nicht zuletzt deswegen hatte in den Elbgemeinden die NSDAP frühen und großen Zulauf.[4]
Schon bis 1876 hatte es hier wohl eine Reihe von aktiven Mitgliedern der SAPD gegeben, denn es gab einen lokalen Vertrieb der Zeitung Wähler, welche vom Zentralwahlkomitee als Ersatz für die verbotene Parteiorganisation geschaffen worden war.[5]
Einzelnachweise
- ↑ Hamburger Echo, 24.10.1921, S. 5
- ↑ 2,0 2,1 Aus den Elbgemeinden - Nienstedten, Hamburger Echo, 29.9.1925, S. 5
- ↑ Maifeier in den Elbgemeinden!, Hamburger Echo, 26.4.1926, S. 6
- ↑ Kurz, Jan / Omland, Frank: Das konservative Milieu in den Elbgemeinden und der Aufstieg der NSDAP am Ende der Weimarer Republik. In: Demokratische Geschichte 31 (2021), S. 133-158
- ↑ Vorwärts, 3.12.1876, S. 3
