Uwe Döring

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Uwe Döring
Uwe Döring
Geboren: 27. Juni 1946

Uwe Döring, * 27. Juni 1946 in Hamburg; Diplom-Verwaltungswirt und Systemanalytiker. Eintritt in die SPD 1967.

Leben & Beruf

Nach dem Abitur 1967 leistete er zunächst seinen Wehrdienst, bevor er von 1969 bis 1972 die Fachhochschule für Verwaltung in Hamburg mit dem Abschluss Diplom-Verwaltungswirt besuchte. Bis 1975 war er im Planungsstab des Präsidenten der Universität Hamburg tätig.[1] Bis zu seiner Wahl in den Landtag 1996 war er danach in verschiedenen Ministerien des Landes Schleswig-Holstein in den Bereichen Informationstechnik und Finanzen tätig.

Uwe Döring ist verheiratet; das Ehepaar hat eine Tochter.

Seit 2010 ist er Landesvorsitzender der Europa Union Schleswig-Holstein e.V..

Vom 5. Oktober 2011 bis 17. März 2018 war er Landesvorsitzender der Opferschutzstiftung Weißer Ring e.V., dessen Gründung er als Landesjustizminister initiiert hatte. Mit seinem Rücktritt übernahm er die Verantwortung dafür, dass der Vorstand - nach eigener Einschätzung - das Fehlverhalten eines ehrenamtlichen Mitarbeiters in einer Außenstelle des Weißen Rings unterschätzt und nicht rechtzeitig gehandelt hatte.[2] Am 11. August 2018 wurde Manuela Söller-Winkler zur seiner Nachfolgerin als Landesvorsitzende gewählt.

Partei & Politik

Uwe Döring auf dem Landesparteitag 2011 in Husum

1967 trat Uwe Döring in die SPD in Hamburg ein. Von 1969 bis 1972 arbeitete er dort bei den Jusos mit, u.a. im Landesvorstand.

1976 zog er nach Neumünster, wo er 1982 für neun Jahre den Vorsitz des Ortsvereins Tungendorf übernahm.

Vom 20. Mai 2003 bis 2005 amtierte er als Vorsitzender des Landesparteirates.

Auf dem Landesparteitag 2011 in Husum unterlag er mit seiner Bewerbung um den Landesvorsitz gegen Ralf Stegner.

Kommunalpolitik

Von 1986 bis 1998 gehörte er der Ratsversammlung Neumünster an, 1990/1991 als ehrenamtlicher Stadtrat und Schuldezernent, ab 1991 als Vorsitzender der Rathausfraktion.

Von 1991 bis 1996 war er 2. stellv. Oberbürgermeister der Stadt.

Landtag

1996 wurde er im Wahlkreis 16 (Neumünster) direkt zum Mitglied des Landtages gewählt; 1998 wechselte er in die Landesregierung. Für ihn rückte Hermann Benker in den Landtag nach.

Er war aktiv als Vorsitzender des Europaausschusses und Mitglied im Finanzausschuss, stellvertretend auch im Eingaben-, im Innen- und Rechts- sowie im Wirtschaftsausschuss. Außerdem gehörte er stellvertretend dem Ausschuss der Regionen der Europäischen Union an.

Landesregierung

Am 1. Dezember 1998 berief ihn Heide Simonis als Nachfolger von Joachim Lohmann zum Staatssekretär im Finanzministerium. In dieser Funktion gehörte er den Kabinetten Simonis I, Simonis II und der Geschäftsführenden Landesregierung nach der Landtagswahl 2005 an.

Am 27. April 2005 wurde er nach Bildung der Großen Koalition zum Minister für Justiz, Arbeit und Europa in der neuen Landesregierung berufen. Am 20. Juli 2009 entließ Ministerpräsident Carstensen nach dem Bruch der Großen Koalition alle SPD-Minister*innen zum Ablauf des nächsten Tages.

Ehrungen

Am 28. Oktober 2002 wurde Uwe Döring mit der Freiherr-vom-Stein-Gedenkmedaille des Landes ausgezeichnet.

Am 15. Oktober 2007 verlieh ihm die norwegische Regierung das Kommandeurskreuz mit Stern, die zweithöchste der fünf Klassen des Kgl. Norwegischen Verdienstordens.[3]

Im September 2016 wurde er gemeinsam mit Günter Humpe-Waßmuth vom Kreisverband und der Ratsfraktion Neumünster für seine Arbeit mit einer Feierstunde geehrt. Es gab auch Geschenke:

"Uwe Döring bekam eine Patenschaft mit einem Polarfuchs überreicht. Dem Polarfuchs wird eine hohe Intelligenz nachgesagt. Ferner hat Uwe Döring bei einigen Reisen in kältere Regionen der Welt die Bekanntschaft mit Polarfüchsen in freier Natur gemacht."[4]

Links

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Uwe Döring (Politiker), abgerufen 1.12.2020
  2. Vorwürfe gegen Opferhelfer: Chaos beim Weißen Ring, Lübecker Nachrichten, 17.3.2018
  3. Den Kongelege Norske Fortenesteordenen, abgerufen 1.12.2020
  4. SPD Neumünster: Feierstunde für Uwe Döring und Günter Humpe-Waßmuth, 9.9.2016, abgerufen 24.6.2021