Kreisverein Eutin: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Kreisverein Eutin''' war bis [[1970]] eine Gliederung der [[Landesverband|SPD Schleswig-Holstein]].  
Der '''Kreisverein Eutin''' war eine Gliederung der [[Landesverband|SPD Schleswig-Holstein]]. Nach der [[Kreisreform]] von [[1970]], mit der die Kreise Oldenburg und Eutin zum Kreis Ostholstein zusammengelegt wurden, vollzogen die Kreisvereine [[Kreisverein Oldenburg|Oldenburg]] und Eutin diese Entwicklung nach und schlossen sich zum [[Kreisverband Ostholstein]] zusammen.  


== Vorgeschichte ==
==Vorgeschichte==
Der Kreis Eutin ist durch das Groß-Hamburg-Gesetz [[1937]] entstanden. Bis dahin hatte der Landesteil als [[Fürstentum Lübeck]] zum Großherzogtum Oldenburg gehört. Das Gesetz schlug die Region dann der Provinz Schleswig-Holstein zu. Die SPD im [[Fürstentum Lübeck]] hatte sich schon praktisch seit Beginn dem [[Bezirksverband Schleswig-Holstein|Agitationsbezirk Schleswig-Holstein]] angeschlossen, da die räumliche Distanz nach Oldenburg zu groß war. Trotzdem beteiligte sie sich natürlich an den Wahlen zum Oldenburger Landtag und entsandte auch eigene Abgeordnete dorthin.
Der Kreis Eutin entstand durch das Groß-Hamburg-Gesetz von [[1937]], das die Region auch der Provinz Schleswig-Holstein zuordnete. Bis dahin hatte der Landesteil als [[Fürstentum Lübeck]] zum Großherzogtum Oldenburg gehört. Die SPD im [[Fürstentum Lübeck]] hatte sich von Anfang an eng dem [[Bezirksverband Schleswig-Holstein|Agitationsbezirk Schleswig-Holstein]] angeschlossen, da die räumliche Distanz nach Oldenburg zu groß war. Trotzdem galten für sie natürlich die Wahlen zum Oldenburger Landtag, in den sie auch eigene Abgeordnete entsandte.


Schon vor [[1933]] war die Region eine Nazi-Hochburg. Nach der Machtübergabe an die Nazis wurde wurde der [[Ortsverein Eutin|Eutiner]] SA-Standartenführer Heinrich Böhmcker (wegen seiner rohen Brutalität intern auch ''"Latten-Böhmker"'' genannt) Regierungspräsident für den Landesteil Lübeck. Die Sozialdemokratie wurde brutal unterdrückt.
Schon vor [[1933]] war die Region eine Nazi-Hochburg. Nach der Machtübergabe an die Nazis wurde wurde der Eutiner SA-Standartenführer Heinrich Böhmcker (wegen seiner rohen Brutalität intern auch ''"Latten-Böhmker"'' genannt) Regierungspräsident für den Landesteil Lübeck. Die Sozialdemokratie wurde brutal unterdrückt.


== Gründung ==
==Gründung==
Nach dem Ende der Nazidiktatur haben sich ab September [[1945]] die Kreisvereine wieder gegründet - so auch der Kreisverein Eutin. Der gehörte zunächst zum 3. Unterbezirk ''"[[Kreisverband Plön|Plön]], Eutin, [[Kreisverein Oldenburg|Oldenburg]]"'' unter der Leitung von [[Karl Langebeck]] aus [[Kreisverband Kiel|Kiel]]. Später zum Unterbezirk 12 ''Eutin/Segeberg'', bis die [[Unterbezirk|Unterbezirke]] abgeschafft wurden. Der erste Vorsitzende nach dem Neubeginn [[1945]]/[[1946|46]] hieß möglicherweise [[Karl Knickrehm]].<ref>{{Martens-45-59}}, S. 204</ref>
Nach dem Ende der Nazidiktatur gründeten sich ab September [[1945]] die Kreisvereine wieder - so auch der Kreisverein Eutin. Er gehörte zunächst zum 3. Unterbezirk ([[Kreisverband Plön|Plön]], Eutin, [[Kreisverein Oldenburg|Oldenburg]]) unter der Leitung von [[Karl Langebeck]] aus [[Kreisverband Kiel|Kiel]], später zum Unterbezirk 12 (Eutin/Segeberg), bis die [[Unterbezirk|Unterbezirke]] abgeschafft wurden.  
 
Der erste Vorsitzende nach dem Neubeginn [[1945]]/[[1946|46]] war [[Karl Knickrehm]].<ref>{{Martens-45-59}}, S. 204</ref> Stellvertreterin war zeitweise [[Margarete Zimmermann]].


Von [[1956]] bis [[1970]] war [[Klaus Konrad]] Kreisvorsitzender.
Von [[1956]] bis [[1970]] war [[Klaus Konrad]] Kreisvorsitzender.


Nach der [[Kreisreform]] von [[1970]] schlossen sich die Kreisvereine [[Kreisverein Oldenburg|Oldenburg]] und Eutin zum [[Kreisverband Ostholstein|Kreis Ostholstein]] zusammen.
==Einzelnachweise==
 
== Einzelnachweise ==
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[[Kategorie:Ehem. Kreisverband|Eutin]]
[[Kategorie:Ehem. Kreisverband|Eutin]]
[[Kategorie:Kreisverband Ostholstein]]
[[Kategorie:Kreisverband Ostholstein]]

Aktuelle Version vom 27. August 2025, 05:41 Uhr

Der Kreisverein Eutin war eine Gliederung der SPD Schleswig-Holstein. Nach der Kreisreform von 1970, mit der die Kreise Oldenburg und Eutin zum Kreis Ostholstein zusammengelegt wurden, vollzogen die Kreisvereine Oldenburg und Eutin diese Entwicklung nach und schlossen sich zum Kreisverband Ostholstein zusammen.

Vorgeschichte

Der Kreis Eutin entstand durch das Groß-Hamburg-Gesetz von 1937, das die Region auch der Provinz Schleswig-Holstein zuordnete. Bis dahin hatte der Landesteil als Fürstentum Lübeck zum Großherzogtum Oldenburg gehört. Die SPD im Fürstentum Lübeck hatte sich von Anfang an eng dem Agitationsbezirk Schleswig-Holstein angeschlossen, da die räumliche Distanz nach Oldenburg zu groß war. Trotzdem galten für sie natürlich die Wahlen zum Oldenburger Landtag, in den sie auch eigene Abgeordnete entsandte.

Schon vor 1933 war die Region eine Nazi-Hochburg. Nach der Machtübergabe an die Nazis wurde wurde der Eutiner SA-Standartenführer Heinrich Böhmcker (wegen seiner rohen Brutalität intern auch "Latten-Böhmker" genannt) Regierungspräsident für den Landesteil Lübeck. Die Sozialdemokratie wurde brutal unterdrückt.

Gründung

Nach dem Ende der Nazidiktatur gründeten sich ab September 1945 die Kreisvereine wieder - so auch der Kreisverein Eutin. Er gehörte zunächst zum 3. Unterbezirk (Plön, Eutin, Oldenburg) unter der Leitung von Karl Langebeck aus Kiel, später zum Unterbezirk 12 (Eutin/Segeberg), bis die Unterbezirke abgeschafft wurden.

Der erste Vorsitzende nach dem Neubeginn 1945/46 war Karl Knickrehm.[1] Stellvertreterin war zeitweise Margarete Zimmermann.

Von 1956 bis 1970 war Klaus Konrad Kreisvorsitzender.

Einzelnachweise

  1. Martens, Holger: Die Geschichte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Schleswig-Holstein 1945 - 1959 (Malente 1998), ISBN 3-933862-24-8, S. 204