Kreisreform

Aus SPD Geschichtswerkstatt

Kreisreformen, bei denen die Kreise neu zugeschnitten wurden, gab es seit der Gründung des Landes Schleswig-Holstein zweimal, 1970 und 1974. Eine weitere Reduzierung der Zahl der Kreise wurde nach 2005 von der Großen Koalition angedacht, scheiterte aber am Widerstand vor allem der Bevölkerung im Kreis Dithmarschen.

Die Kreisreformen beeinflussten auch die Struktur der SPD in Schleswig-Holstein, da die Kreisverbände an die Grenzen der Kreise bzw. kreisfreien Städte angepasst sind und entsprechend verändert wurden.

Kreise bei Gründung des Landes Schleswig-Holstein

  • Kreisfreie Städte: Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster
  • Kreise: Eckernförde, Eiderstedt, Eutin, Flensburg, Herzogtum Lauenburg, Husum, Norderdithmarschen, Oldenburg in Holstein, Pinneberg, Plön, Rendsburg, Schleswig, Segeberg Steinburg, Stormarn, Süderdithmarschen, Südtondern

Kleinere Korrekturen

Besonders für Kiel, das 1945 an Stelle von Schleswig Landeshauptstadt geworden war, wurden aufgrund von Eingemeindungen mehrere Korrekturen notwendig. Am 1. April 1958 wurde Suchsdorf (vorher Kreis Rendsburg) eingemeindet, am 1. April 1959 Schilksee (vorher Kreis Eckernförde). Am 1. Juni 1963 trat die Gemeinde Melsdorf (Kreis Eckernförde) ihren Ortsteil Mettenhof mit 526 dort Wohnenden an Kiel ab, das dort einen komplett neuen Stadtteil für mittlerweile 20.000 Menschen baute.

Am 1. Januar 1970 entstand die Stadt Norderstedt im Kreis Segeberg aus den vier Gemeinden Garstedt und Friedrichsgabe (beide vorher Kreis Pinneberg) sowie Harksheide und Glashütte (beide vorher Kreis Stormarn).

Kreisreform 1970

Am 26. April 1970 trat die erste Kreisreform in Kraft.[1] Sie umfasste die Zusammenlegung der Kreise Norderdithmarschen und Süderdithmarschen zum Kreis Dithmarschen, der Kreise Eiderstedt, Husum und Südtondern zum Kreis Nordfriesland (wobei ein kleiner Teil Südtonderns an Flensburg Land ging), der Kreise Rendsburg und Eckernförde zum Kreis Rendsburg-Eckernförde (wobei kleine Teile in die Kreise Schleswig, Steinburg und die Städte Kiel (u.a. Gemeinde Russee) und Neumünster (u.a. Gemeinde Tungendorf) eingegliedert wurden) und der Kreise Oldenburg/Holstein und Eutin zum Kreis Ostholstein.

  • Kreisfreie Städte: Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster
  • Kreise: Dithmarschen, Flensburg-Land, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig, Segeberg Steinburg, Stormarn

Kreisreform 1974

Am 24. März 1974[2] wurden die Kreise Schleswig und Flensburg Land zum Kreis Schleswig-Flensburg zusammengelegt.

  • Kreisfreie Städte: Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster
  • Kreise: Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Segeberg Steinburg, Stormarn

Quellen