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1900 | Von [[1900]] bis [[1904]] war er Arbeitersekretär in Altona<ref>So Schröder, zunächst schuf er nur diese Stelle: [https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_18991117/page/5 ''Hamburger Echo'', 17.11.1899] und [https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19000302/page/5 ''Hamburger Echo'', 2.3.1900], wahrscheinlich wurde später im Jahr noch eine Stelle eingerichtet [https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19000909/page/6 ''Hamburger Echo'', 9.9.1900]</ref>, anschließend Gewerkschaftssekretär des Tabakarbeiterverbands bis 1911 in Kiel.<ref>Angabe für 1908: http://library.fes.de/gewerkzs/tabakarbeiter/1908/pdf/1908-013.pdf</ref> | ||
April 1911 bis Oktober 1919 | Von April [[1911]] bis Oktober [[1919]] redigierte er das Verbandsorgan des Tabakarbeiterverbands ''Der Tabakarbeiter'' mit Sitz in Bremen. | ||
Teilnehmer der Gewerkschaftskongresse der Tabakarbeiter 1892, 1911, 1914 | Teilnehmer der Gewerkschaftskongresse der Tabakarbeiter 1892, 1911, 1914 | ||
Von September [[1919]]<ref>Hamburger Echo 15.8.1919</ref> bis März [[1920]] war kommissarischer Landrat und dann von März 1920 bis April [[1932]] Landrat des Kreises Pinneberg, dann Versetzung in den Ruhestand. 1923-26 Stellvertreter im preußischen Staatsrat. | Von September [[1919]]<ref>''Hamburger Echo'', 15.8.1919</ref> bis März [[1920]] war kommissarischer Landrat und dann von März 1920 bis April [[1932]] Landrat des Kreises Pinneberg, dann Versetzung in den Ruhestand. 1923-26 Stellvertreter im preußischen Staatsrat. | ||
Unklar ist bislang, ob er verheiratet war. 1906 <ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19060807/page/5 Hamburger Echo 7.8.1906]</ref> und 1908 war Theodora Niendorf | Unklar ist bislang, ob er verheiratet war. [[1906]]<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19060807/page/5 Hamburger Echo 7.8.1906]</ref> und [[1908]] war [[Theodora Niendorf]] Vertrauensperson der Frauen für den 7. Wahlkreis. Ob und wie sie zusammengehören, ist ungeklärt.<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19080728 ''Hamburger Echo'', 28.7.1908, S. 5-6.]</ref> Sie nahm auch am Parteitag [[1906]] in Mannheim teil.<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19060927/page/5 ''Hamburger Echo'', 27.9.1906]</ref> [[1914]], als er schon in Bremen war, gibt es im Kieler Adressbuch jedenfalls keine Niendorfs. | ||
==Politik== | ==Politik== | ||
Bis 1892 war er SPD-Funktionär in Liegnitz und Posen, bis 1900 Bezirks- und Distriktsführer und ab [[1897]] Vorsitzender der SPD in [[Ortsverein Ottensen|Ottensen]]<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_18970328/page/5 Hamburger Echo 28.3.1897], dort auch Angaben zu weiteren Vorstandsmitgliedern</ref>. Im selben Jahr war er Schriftführer des Provinzialparteitags.<ref>Hamburger Echo 7.9.1897</ref> 1900-1904 war er Mitglied der Presskommission des | Bis [[1892]] war er SPD-Funktionär in Liegnitz und Posen, bis [[1900]] Bezirks- und Distriktsführer und ab [[1897]] Vorsitzender der SPD in [[Ortsverein Ottensen|Ottensen]]<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_18970328/page/5 ''Hamburger Echo'', 28.3.1897], dort auch Angaben zu weiteren Vorstandsmitgliedern</ref>. Im selben Jahr war er Schriftführer des Provinzialparteitags.<ref>''Hamburger Echo'', 7.9.1897</ref> 1900-1904 war er Mitglied der Presskommission des ''[[Hamburger Echo]]''.<ref>siehe dazu auch weiter siehe [https://books.google.com/books/about/Ferdinand_Vieth_1869_1946.html?hl=de&id=eA5QDwAAQBAJ Hartmut Bickelmann: Ferdinand Vieth 1869-1946. Leben und Wirken eines Genossenschafters in Selbstzeugnissen und Beiträgen, 2018, S. 25.]</ref> Er engagierte sich auch im örtlichen Arbeiterbildungsverein.<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19001111/page/13 ''Hamburger Echo'', 11.11.1900]</ref> | ||
[[1906]] gehörte er dem Zentralvorstand für den 7. Reichstagswahlkreis an.<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19060807/page/5 Hamburger Echo 7.8.1906]</ref> | [[1906]] gehörte er dem Zentralvorstand für den 7. Reichstagswahlkreis an.<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19060807/page/5 ''Hamburger Echo'', 7.8.1906]</ref> | ||
1907<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19071127/page/6 Hamburger Echo 27.11.1907]</ref>–1911 war er [[Sozialdemokratischer Verein Groß-Kiel - Stadtverordnete|Stadtverordneter in Kiel]]. | 1907<ref>[https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1754726119_19071127/page/6 ''Hamburger Echo'', 27.11.1907]</ref>–1911 war er [[Sozialdemokratischer Verein Groß-Kiel - Stadtverordnete|Stadtverordneter in Kiel]]. | ||
Von [[1916]] bis Ende [[1919]] war er auch Redakteur der (mehrheitssozialdemokratischen) ''Bremischen Correspondenz''. | |||
Er war Reichstagskandidat 1907 und 1912 im 1. schleswig-holsteinischen Wahlkreis | Er war Reichstagskandidat [[1907]] und [[1912]] im 1. schleswig-holsteinischen Wahlkreis, Delegierter zum SPD-Parteitag [[1909]].<ref>https://library.fes.de/parteitage/pdf/register/1909.pdf</ref> | ||
Vermutlich von 1921 bis 1933 gehörte er dem Provinziallandtag an. | Vermutlich von [[1921]] bis [[1933]] gehörte er dem Provinziallandtag an. | ||
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Sachse, Udo: ''Die Ära Niendorf'', in: ''Jahrbuch des Kreises Pinneberg 1990'', S. 53 ff. | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
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Version vom 31. Dezember 2024, 03:56 Uhr
| Gustav Niendorf |
Gustav Niendorf, * 1. September 1867[1] in Hamburg, gestorben 1946 in ?; Zigarrenarbeiter, Gewerkschaftssekretär. Mitglied der SPD seit 1884.
Ein Foto liegt vor in der Online-Galerie der Pinneberger Landräte.
Leben & Beruf
Er wurde geboren als unehelicher Sohn eines Dienstmädchens; ev., später diss.. Von 1873 bis 1881 besuchte er die Volksschule in Altona, anschließend wurde er Zigarrenarbeiter und ging auf Wanderschaft, zuletzt arbeitete er bis 1900 als Zigarrensortierer. Er musste keinen Wehrdienst leisten.[2]
Von 1900 bis 1904 war er Arbeitersekretär in Altona[3], anschließend Gewerkschaftssekretär des Tabakarbeiterverbands bis 1911 in Kiel.[4]
Von April 1911 bis Oktober 1919 redigierte er das Verbandsorgan des Tabakarbeiterverbands Der Tabakarbeiter mit Sitz in Bremen.
Teilnehmer der Gewerkschaftskongresse der Tabakarbeiter 1892, 1911, 1914
Von September 1919[5] bis März 1920 war kommissarischer Landrat und dann von März 1920 bis April 1932 Landrat des Kreises Pinneberg, dann Versetzung in den Ruhestand. 1923-26 Stellvertreter im preußischen Staatsrat.
Unklar ist bislang, ob er verheiratet war. 1906[6] und 1908 war Theodora Niendorf Vertrauensperson der Frauen für den 7. Wahlkreis. Ob und wie sie zusammengehören, ist ungeklärt.[7] Sie nahm auch am Parteitag 1906 in Mannheim teil.[8] 1914, als er schon in Bremen war, gibt es im Kieler Adressbuch jedenfalls keine Niendorfs.
Politik
Bis 1892 war er SPD-Funktionär in Liegnitz und Posen, bis 1900 Bezirks- und Distriktsführer und ab 1897 Vorsitzender der SPD in Ottensen[9]. Im selben Jahr war er Schriftführer des Provinzialparteitags.[10] 1900-1904 war er Mitglied der Presskommission des Hamburger Echo.[11] Er engagierte sich auch im örtlichen Arbeiterbildungsverein.[12]
1906 gehörte er dem Zentralvorstand für den 7. Reichstagswahlkreis an.[13]
1907[14]–1911 war er Stadtverordneter in Kiel.
Von 1916 bis Ende 1919 war er auch Redakteur der (mehrheitssozialdemokratischen) Bremischen Correspondenz.
Er war Reichstagskandidat 1907 und 1912 im 1. schleswig-holsteinischen Wahlkreis, Delegierter zum SPD-Parteitag 1909.[15]
Vermutlich von 1921 bis 1933 gehörte er dem Provinziallandtag an.
Literatur
Sachse, Udo: Die Ära Niendorf, in: Jahrbuch des Kreises Pinneberg 1990, S. 53 ff.
Einzelnachweise
<references >
- ↑ Landesarchiv: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/7UDN542LXTMEHEUMXZUD2Z6YUQ4SU77F
- ↑ Die Mehrheit der Angaben stammt aus der Kurzbiografie in Schröder, Wilhelm Heinz: Arbeit und Organisationsverhalten der Zigarrenarbeiter in Deutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Erklärung der Führungsrolle der Zigarrenarbeiter in der frühen politischen Arbeiterbewegung, in: Historische Sozialforschung. Supplement, (2011), No. 23, Kollektivbiographie als interdisziplinäre Methode in der Historischen Sozialforschung: Eine persönliche Retrospektive ((2011)), pp. 195-251, hier S. 251
- ↑ So Schröder, zunächst schuf er nur diese Stelle: Hamburger Echo, 17.11.1899 und Hamburger Echo, 2.3.1900, wahrscheinlich wurde später im Jahr noch eine Stelle eingerichtet Hamburger Echo, 9.9.1900
- ↑ Angabe für 1908: http://library.fes.de/gewerkzs/tabakarbeiter/1908/pdf/1908-013.pdf
- ↑ Hamburger Echo, 15.8.1919
- ↑ Hamburger Echo 7.8.1906
- ↑ Hamburger Echo, 28.7.1908, S. 5-6.
- ↑ Hamburger Echo, 27.9.1906
- ↑ Hamburger Echo, 28.3.1897, dort auch Angaben zu weiteren Vorstandsmitgliedern
- ↑ Hamburger Echo, 7.9.1897
- ↑ siehe dazu auch weiter siehe Hartmut Bickelmann: Ferdinand Vieth 1869-1946. Leben und Wirken eines Genossenschafters in Selbstzeugnissen und Beiträgen, 2018, S. 25.
- ↑ Hamburger Echo, 11.11.1900
- ↑ Hamburger Echo, 7.8.1906
- ↑ Hamburger Echo, 27.11.1907
- ↑ https://library.fes.de/parteitage/pdf/register/1909.pdf

