Karl Rickers: Unterschied zwischen den Versionen
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== Schleswig-Holsteinische Volkszeitung == | == Schleswig-Holsteinische Volkszeitung == | ||
1946 holten Andreas Gayk und [[Karl Ratz]] Rickers zurück an die wieder erscheinende [[Schleswig-Holsteinische Volkszeitung]] | [[1946]] holten Andreas Gayk und [[Karl Ratz]] Karl Rickers zurück an die wieder erscheinende [[Schleswig-Holsteinische Volkszeitung|VZ]], zunächst als Lokalredakteur. Gegen seine Neigung wurde er von [[1954]] bis [[1968]] ihr letzter Chefredakteur. Über seine Zeit bei der VZ hat er in seinen Erinnerungen<ref>Rickers, Karl: ''Erinnerungen eines Kieler Journalisten 1920 – 1970''. Neumünster 1992. ISBN 3-529-02723-5</ref> ausführlich berichtet. Seine Frau [[Susanne Materleitner]] nahm in der VZ als Kulturredakteurin ebenfalls eine herausragende Rolle ein. | ||
== Ehrungen == | == Ehrungen == | ||
*Rickers erhielt 1985 den jährlich verliehenen Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel. | *Rickers erhielt 1985 den jährlich verliehenen Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel. | ||
*2000 und 2001 verlieh der [[Kreisverband Kiel]] den ''Karl-Rickers-Preis''. Der Preis wurde im Auftrag des Kreisvorstandes vom Journalisten [[Günther Martens]] und dem damaligen Kreisvorsitzenden [[Rolf Fischer]] entwickelt, um an den engagierten Autor, Intellektuellen und Sozialdemokraten Rickers zu erinnern. Gleichzeitig sollten Beispiele von Zivilcourage und Förderung der Demokratie gewürdigt werden. Der Preis bestand in einer Plexiglas-Skulptur der bekannten Künstlerin [[Angelika | *2000 und 2001 verlieh der [[Kreisverband Kiel]] den ''Karl-Rickers-Preis''. Der Preis wurde im Auftrag des Kreisvorstandes vom Journalisten [[Günther Martens]] und dem damaligen Kreisvorsitzenden [[Rolf Fischer]] entwickelt, um an den engagierten Autor, Intellektuellen und Sozialdemokraten Rickers zu erinnern. Gleichzeitig sollten Beispiele von Zivilcourage und Förderung der Demokratie gewürdigt werden. Der Preis bestand in einer Plexiglas-Skulptur der bekannten Künstlerin [[Angelika Bartel-Muhlack]]. Erste Preisträgerin war [[Rosa Wallbaum]], die für ihren lebenslangen Einsatz für Kommunal- und Bildungspolitik geehrt wurde, zweite Preisträgerin die Theaterpädagogin Idun Hübner für ihr Zirkusprojekt mit Straßenkindern in Südafrika.<ref>Informationen zur Entstehung des Preises per eMail von [[Rolf Fischer]] am 27.2.2013</ref> | ||
== Zitate == | == Zitate == | ||
* "Was denn, bitte, ist wirklich neu oder originell in der Politik? Die große politische Leistung liegt zumeist nicht im Produzieren neuer Ideen, sondern in der beharrlichen Verfolgung und Durchsetzung dessen, was schon lange als vernünftig und notwendig, aber leider als nicht oder kaum durchsetzbar galt." | * "Was denn, bitte, ist wirklich neu oder originell in der Politik? Die große politische Leistung liegt zumeist nicht im Produzieren neuer Ideen, sondern in der beharrlichen Verfolgung und Durchsetzung dessen, was schon lange als vernünftig und notwendig, aber leider als nicht oder kaum durchsetzbar galt." | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
*Rickers, Karl: ''Erinnerungen eines Kieler Journalisten 1920 – 1970'' | *Rickers, Karl: ''Erinnerungen eines Kieler Journalisten 1920 – 1970''. Neumünster 1992. ISBN 3-529-02723-5 | ||
== Links == | == Links == | ||
*[http://www.gerdgruendler.de/Erinnerung%20an%20Karl%20Rickers.html Gerhard E. Gründler über Karl Rickers] | *[http://www.gerdgruendler.de/Erinnerung%20an%20Karl%20Rickers.html Gerhard E. Gründler über Karl Rickers], abgerufen 1.4.2012 | ||
*[http://www.lex-art.de/lex-art.de/sicher/b/Bartel-Muhlack__Angelika.pdf Angelika Bartel-Muhlack] | *[http://www.lex-art.de/lex-art.de/sicher/b/Bartel-Muhlack__Angelika.pdf Angelika Bartel-Muhlack] | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
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Version vom 21. November 2014, 00:40 Uhr
| Karl Rickers |
Karl Otto Rickers, * 20. Februar 1905 in Neukirchen b. Malente, † 28. September 1999 in Kiel, Künstler und Journalist. Zweimal verheiratet, zuletzt mit Susanne Materleitner.
Weimarer Republik und Nationalsozialismus
Karl Rickers machte an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Kiel eine Ausbildung zum Holzbildhauer. Von 1926 bis zu ihrem Verbot 1933 war er Mitarbeiter der Schleswig-Holsteinischen Volkszeitung (VZ).
1933 siedelte er in das anonymere Berlin über, wo er unter Andreas Gayk an der subversiven Wochenzeitung Blick in die Zeit mitarbeitete und Redakteur des begleitenden Blattes Kurze Pause war, bis die Blätter 1935 eingestellt werden mussten. Danach war er hauptsächlich als Kartograph tätig, bis er 1941 zur Wehrmacht eingezogen und an die Ostfront geschickt wurde.
Schleswig-Holsteinische Volkszeitung
1946 holten Andreas Gayk und Karl Ratz Karl Rickers zurück an die wieder erscheinende VZ, zunächst als Lokalredakteur. Gegen seine Neigung wurde er von 1954 bis 1968 ihr letzter Chefredakteur. Über seine Zeit bei der VZ hat er in seinen Erinnerungen[1] ausführlich berichtet. Seine Frau Susanne Materleitner nahm in der VZ als Kulturredakteurin ebenfalls eine herausragende Rolle ein.
Ehrungen
- Rickers erhielt 1985 den jährlich verliehenen Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel.
- 2000 und 2001 verlieh der Kreisverband Kiel den Karl-Rickers-Preis. Der Preis wurde im Auftrag des Kreisvorstandes vom Journalisten Günther Martens und dem damaligen Kreisvorsitzenden Rolf Fischer entwickelt, um an den engagierten Autor, Intellektuellen und Sozialdemokraten Rickers zu erinnern. Gleichzeitig sollten Beispiele von Zivilcourage und Förderung der Demokratie gewürdigt werden. Der Preis bestand in einer Plexiglas-Skulptur der bekannten Künstlerin Angelika Bartel-Muhlack. Erste Preisträgerin war Rosa Wallbaum, die für ihren lebenslangen Einsatz für Kommunal- und Bildungspolitik geehrt wurde, zweite Preisträgerin die Theaterpädagogin Idun Hübner für ihr Zirkusprojekt mit Straßenkindern in Südafrika.[2]
Zitate
- "Was denn, bitte, ist wirklich neu oder originell in der Politik? Die große politische Leistung liegt zumeist nicht im Produzieren neuer Ideen, sondern in der beharrlichen Verfolgung und Durchsetzung dessen, was schon lange als vernünftig und notwendig, aber leider als nicht oder kaum durchsetzbar galt."
Literatur
- Rickers, Karl: Erinnerungen eines Kieler Journalisten 1920 – 1970. Neumünster 1992. ISBN 3-529-02723-5
Links
- Gerhard E. Gründler über Karl Rickers, abgerufen 1.4.2012
- Angelika Bartel-Muhlack
Quellen
- ↑ Rickers, Karl: Erinnerungen eines Kieler Journalisten 1920 – 1970. Neumünster 1992. ISBN 3-529-02723-5
- ↑ Informationen zur Entstehung des Preises per eMail von Rolf Fischer am 27.2.2013

