Heinz Adler: Unterschied zwischen den Versionen
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Heinz Adler studierte Jura in Breslau und Heidelberg, daneben aber auch Kompositionslehre, Bühnenregie, Gesangs- und Schauspielkunst. Er erhielt [[1944]] (in Breslau?) seine Zulassung als Rechtsanwalt und ließ sich nach der Flucht nach Schleswig-Holstein [[1946]] als Anwalt zunächst in Oldenburg/H. nieder. Zu dieser Zeit war er vermutlich schon verheiratet, das Ehepaar hatte ein Kind. Heinz Adler war evangelisch. | |||
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Ab Frühjahr [[1946]] gehörte Heinz Adler der Stadtvertretung von [[Ortsverein Oldenburg|Oldenburg/H.]] an, zeitweise auch dem [[Kreisverein Oldenburg|Kreistag]]. | |||
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[[1946]] wurde Heinz Adler in den [[Ernannter Landtag 1946-1947|2. ernannten Landtag]] berufen. Danach zog er bis [[1971]] immer über die Landesliste in den Landtag ein, mit zwei Unterbrechungen: In der [[2. Wahlperiode 1950-1954|2. Wahlperiode]] rückte er erst nach einem Jahr ([[1951]]) für [[Rudolf Katz]] nach, in der [[3. Wahlperiode 1954-1958|3. Wahlperiode]] noch im November [[1954]] für den verstorbenen [[Andreas Gayk]]. | |||
Er war aktiv in den Ausschüssen für Justiz, Verfassung und Geschäftsordnung, Entnazifizierung, Flüchtlingswesen, Wahrung der Rechte der Volksvertretung, Innenausschuss, Wahlprüfungsausschuss sowie in zahlreichen Untersuchungsausschüssen, u.a. zu Kreisbaurat Brase, zum [[Hermann Lüdemann|Möwenhaus]], zum Fall [[Karl Müller|Dr. Müller]], zu den ''Kieler Nachrichten'', zu [[Entnazifizierung in Schleswig-Holstein#Bekannte Fälle|Prof. Heyde/Dr. Sawade I und II]], zu Landtagspräsident Dr. Böttcher und zum Internatsgymnasium Schloß Plön. | |||
Er vertrat die SPD von [[1948]] bis [[1953]] im Verwaltungsrat des Nordwestdeutschen Rundfunks und von [[1955]] bis 19?? im Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks. | |||
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[[1963]] wurde Heinz Adler zum hauptamtlichen Oberbürgermeister der [[Kreisverband Flensburg|Stadt Flensburg]] gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Ruhestand [[1977]] aus. | |||
Vor der [[Landtagswahl 1971]] gingen Gerüchte um, er sei als Justizminister in einem etwaigen Kabinett unter [[Jochen Steffen]] vorgesehen. Dies dementierte er noch vor der Wahl.<ref>''OB Adler will nicht Justizminister werden'', ''Kieler Nachrichten'', 23.7.1970</ref> | |||
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*Am [[30. Oktober]] [[1972]] wurde ihm das Große Verdienstkreuz des Bundesverdienstkreuzes verliehen. | |||
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Version vom 3. April 2022, 01:19 Uhr
| Heinz Adler |
Heinz Adler, * 31. Oktober 1912 in Breslau, † 23. Juli 1990 in Flensburg; Rechtsanwalt und Notar, Oberbürgermeister. SPD-Mitglied seit 1945 oder 1946.
Leben & Beruf
Heinz Adler studierte Jura in Breslau und Heidelberg, daneben aber auch Kompositionslehre, Bühnenregie, Gesangs- und Schauspielkunst. Er erhielt 1944 (in Breslau?) seine Zulassung als Rechtsanwalt und ließ sich nach der Flucht nach Schleswig-Holstein 1946 als Anwalt zunächst in Oldenburg/H. nieder. Zu dieser Zeit war er vermutlich schon verheiratet, das Ehepaar hatte ein Kind. Heinz Adler war evangelisch.
Partei & Politik
Kommunalpolitik
Ab Frühjahr 1946 gehörte Heinz Adler der Stadtvertretung von Oldenburg/H. an, zeitweise auch dem Kreistag.
Landtag
1946 wurde Heinz Adler in den 2. ernannten Landtag berufen. Danach zog er bis 1971 immer über die Landesliste in den Landtag ein, mit zwei Unterbrechungen: In der 2. Wahlperiode rückte er erst nach einem Jahr (1951) für Rudolf Katz nach, in der 3. Wahlperiode noch im November 1954 für den verstorbenen Andreas Gayk.
Er war aktiv in den Ausschüssen für Justiz, Verfassung und Geschäftsordnung, Entnazifizierung, Flüchtlingswesen, Wahrung der Rechte der Volksvertretung, Innenausschuss, Wahlprüfungsausschuss sowie in zahlreichen Untersuchungsausschüssen, u.a. zu Kreisbaurat Brase, zum Möwenhaus, zum Fall Dr. Müller, zu den Kieler Nachrichten, zu Prof. Heyde/Dr. Sawade I und II, zu Landtagspräsident Dr. Böttcher und zum Internatsgymnasium Schloß Plön.
Er vertrat die SPD von 1948 bis 1953 im Verwaltungsrat des Nordwestdeutschen Rundfunks und von 1955 bis 19?? im Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks.
Oberbürgermeister in Flensburg
1963 wurde Heinz Adler zum hauptamtlichen Oberbürgermeister der Stadt Flensburg gewählt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Ruhestand 1977 aus.
Vor der Landtagswahl 1971 gingen Gerüchte um, er sei als Justizminister in einem etwaigen Kabinett unter Jochen Steffen vorgesehen. Dies dementierte er noch vor der Wahl.[1]
Ehrungen
- Am 30. Oktober 1972 wurde ihm das Große Verdienstkreuz des Bundesverdienstkreuzes verliehen.
Links
- Landtagsinformationssystem: Heinz Adler
- Wikipedia: Heinz Adler
Einzelnachweise
- ↑ OB Adler will nicht Justizminister werden, Kieler Nachrichten, 23.7.1970
Friedrich Drews (SPF) (1950-1955) | Heinz Adler (1963-1977) | Bodo Richter (1978-1982) | Olaf Cord Dielewicz (1983-1999) | Helmut Trost (geschäftsführend) (2004-2005) | Simone Lange (2017-2023)

