Bundestagswahl 1961

Aus SPD Geschichtswerkstatt

Die Bundestagswahl 1961 fand am 17. September 1961 statt. Für die SPD trat erstmals Berlins Regierender Bürgermeister Willy Brandt als Kanzlerkandidat an.

Die Wahl war die erste für die SPD nach Annahme des Godesberger Programms von 1959, in welchem sie sich endgültig von der Theorie des Historischen Materialismus, Marxismus und planwirtschaftlichen Vorstellungen verabschiedet hatte und sich zur Volkspartei wandelte.

"In der Auseinandersetzung der Parteien vor der Bundestagswahl 1961 lag die Initiative unbestritten bei der Sozialdemokratie. Offensiv und modern, mit Fernseh- und Rundfunkdarbietungen, durch Plakat- und Inseratpropaganda, mit illustrierten Zeitungen, mit Kundgebungen und Versammlungen, in Streitgesprächen usw. trat sie an die Wähler heran, um ihr Programm für Deutschland darzulegen."[1]

Wahlergebnis in Schleswig-Holstein

Die SPD gewann nur den Wahlkreis in Kiel für ihren 68-jährigen Kandidaten den Wirtschaftswissenschaftler Fritz Baade. Insgesamt bestand die Landesgruppe in dieser Wahlperiode aus acht Abgeordneten. Neu dabei der bekannte Publizist Fritz Sänger und Richard Tamblé.

Bei den Zweitstimmen konnte die SPD zulegen und 91000 zusätzliche Wählerinnen und Wähler überzeugen.

Bundesergebnis Änderung zu 1957 Landesergebnis[2] Differenz Land/Bund
SPD 36,2 % +4,4 36,4 % +0,2
CDU 45,3 % -4,9 41,8 % -3,5
FDP 12,8 % +5,1 13,8 % +1,0
Sonstige 5,7 % 8,1 %

Wahlbeteiligung in Schleswig-Holstein: 88,0 %

Wahlwerbespot

Links

Einzelnachweise

  1. Osterroth, Franz: 100 Jahre Sozialdemokratie in Schleswig-Holstein. Ein geschichtlicher Überblick (Kiel o. J. [1963]), Seite 141
  2. Bundeswahlleiter Ergebnisse früherer Bundestagswahlen Stand: 5. Juni 2014