Sönke Rix

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Sönke Rix
Sönke Rix
Geboren: 3. Dezember 1975

Sönke Rix, * 3. Dezember 1975 in Eckernförde; Erzieher. Mitglied der SPD seit 1992.

Leben und Beruf

Sönke Rix machte 1993 in Eckernförde seinen Realschulabschluss, machte von 1994 bis 1996 an der Fachschule für Sozialpädagogik in Kiel eine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher und absolvierte 1996/97 den Zivildienst.

Ab 1997 war er als Erzieher bzw. als Fachkraft für Berufs- und Arbeitsförderung beim Diakonie-Hilfswerk Schleswig-Holstein tätig, von 2002 bis 2005 gehörte er der Mitarbeitervertretung an.

Seit 2000 ist er als ehrenamtlicher Betreuer beim Amtsgericht Eckernförde anerkannt. Er ist Mitglied bei Greenpeace, ver.di, in der AWO, im Beirat der Falken, im Kulturforum Schleswig-Holstein e.V. sowie in zahlreichen regionalen Vereinen und Verbänden.[1]

Er ist evangelisch; er und seine Frau haben zwei Söhne.[2]

In seiner freien Zeit fährt er nach eigenem Bekunden gerne Rad, geht in die Sauna, liest, geht regelmäßig und gern zu kulturellen Veranstaltungen, pflegt Freundschaften und verbringt Zeit mit seiner Familie.[3]

Partei und Politik

Sönke Rix trat 1992 in die SPD ein. Im selben Jahr übernahm er den Ortsvorsitz der Jusos in Eckernförde, anschließend war er von 1997 bis 2019 Mitglied im Kreisvorstand Rendsburg-Eckernförde, ab 2002 als Vorsitzender. 2021 übernahm er den Vorsitz des Ortsvereins Eckernförde.

2001 wurde er zudem für eine Wahlperiode in den Landesvorstand gewählt, anschließend in den Landesparteirat, dessen Vorsitzender er von 2011 bis 2017 war. Zum Landesparteitag 2019 bewarb er sich erfolgreich um den stellvertretenden Landesvorsitz und ist seit dem 30. März 2019 Stellvertreter von Serpil Midyatli.

Zur Bundestagswahl 2021 wählte ihn am 26. März 2021 die Landeswahlkonferenz zum Spitzenkandidaten der Landesliste.

Kommunal- und Landespolitik

Zum Einstieg in politische Ämter wurde er mit der Kommunalwahl 1994 Ratsherr in Eckernförde, wo er die letzten zwei Jahre den Sozialausschuss leitete. 2005 trat er nicht wieder an.

Von 2009 bis [[]] gehörte er dem Gremium für Fragen der deutschen Minderheit in Nordschleswig sowie dem Gremium für Fragen der friesischen Volksgruppe des schleswig-holsteinischen Landtages an.

Bundestag

Zur Bundestagswahl 2005 trat er im Wahlkreis 4 (Rendsburg-Eckernförde) an, konnte sich jedoch nicht durchsetzen und gelangte - wie auch in den Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 - über die Landesliste in den Deutschen Bundestag. Erst 2021 errang er den Wahlkreis direkt mit 30,8 % der Erst- und 26,8 % der Zweitstimmen.

Als Schwerpunkt wählte er den Bereich Familie, Senioren, Frauen und Jugend und engagiert sich seit 2005 im entsprechenden Ausschuss sowie bis 2021 in der gleichnamigen Arbeitsgruppe der Bundestagsfraktion; 2014 rückte er vom Stellvertreter zum Sprecher dieser Arbeitsgruppe auf. Ab 2009 gehörte er als stellvertretendes Mitglied auch dem Innenausschuss an.

Von 2005 bis 2013 fungierte er als Obmann seiner Fraktion im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement, von 2009 bis 2013 als Sprecher der Arbeitsgruppe "Strategien gegen Rechtsextremismus". Von 2011 bis 2013 gehörte er dem 2. Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Rechtsterrorismus (NSU) an, seit 2014 ist er dort stellvertretendes Mitglied. Zumindest von 2017 bis 2021 war er Sprecher der Landesgruppe Schleswig-Holstein innerhalb der Bundestagsfraktion.[4] Auch den beratenden Ausschüssen zur dänische Minderheit und zur friesischen Volksgruppe im Land Schleswig-Holstein gehört er an.

Seit 2014 ist er Mitglied im Vorstand der Bundestagsfraktion. Am 9. Dezember 2021 wählte ihn die neue Bundestagsfraktion zu einem ihrer stellvertretenden Vorsitzenden. Damit ist er, soweit ermittelt, erst der zweite Abgeordnete aus Schleswig-Holstein in dieser Position; der erste war Norbert Gansel (1990-1991).[5]

Ehrungen

Am 1. Dezember 2017 wurde Sönke Rix vom Landesvorsitzenden Ralf Stegner für 25 Jahre in der SPD geehrt. Er schrieb am nächsten Tag auf Facebook:

"Eingetreten bin ich damals in der Zeit als Björn Engholm unser Ministerpräsident und unser Parteivorsitzender war. Das war in Schleswig-Holstein eine Zeit des Aufbruchs. Zuerst war ich dann mit Jörg Wetzel und Kai Dolgner bei den Jusos. Wir haben u. a. gemeinsam für eine liberale Drogenpolitik und gegen Rechts und das Vergessen gekämpft. Mit 19 wurde ich Ratsherr und habe mit Klaus Witzig, Jonny Anbuhl, Klaus Buß und vielen anderen gemeinsam für die Menschen meiner Heimatstadt Politik gemacht. Mit Franz Thönnes als Vorsitzendem, Bettina Hagedorn, Jörg Wenghöfer u.a. durfte ich im Landesvorstand mitarbeiten. Ulrike Rodust hat mich auf die Kreisebene geholt. Seit 15 Jahren bin ich mittlerweile ihr Nachfolger als Kreisvorsitzender und war und bin gemeinsam mit Serpil Midyatli, Götz Borchert, Ulf Daude, Andreas Fleck, Marc Nissen, Anke Göttsch, Peter Skowron, Heidrun Isolt und vielen anderen für die Geschicke der SPD Rendsburg-Eckernförde verantwortlich. Und seit einigen Jahren leite ich - zunächst mit Anne-Christin Speichert und jetzt mit Susanne Danhier an meiner Seite - den Landesparteirat. Und seit 2005 darf ich mit einem super Team im Hintergrund (Harald Friedrichsen, Stephan Borghorst, Sabine Jaster, Anne-Katrin Fischer, Sandra Böhme, Jörg Hamer, Alexander Richter-Langbehn und Vera Geisler) meine Heimatregion im Bundestag vertreten.

Viele schöne und viele herausfordernde Zeiten habe ich erlebt: Anstrengende und schöne Wahlkämpfe u.a. mit Hans Peter Robin, Andreas Breitner, Sabrina Jacob, Jonas Kramer und Jörg Meyer und harte Debatten um Asylrecht, Bundeswehreinsätze, Agenda 2010 und Hartz 4, Rente mit 67, internationalem Freihandel und Große Koalitionen. Über große Erfolge der SPD wie die Einführung der Gemeinschaftsschule in SH, den Atomausstieg, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Betreuungsplatzausbau, Eltengeld), die bessere Gleichstellung von Frau und Mann (Quote, Lohntransparenz), die Ehe für Alle, die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns u.v.m. durfte ich mich freuen.
Ich habe mich oft über meine Partei geärgert, aber ich war öfter stolz auf sie.
Die SPD (insbesondre mein Ortsverein) wird immer meine politische Heimat bleiben!

Vielen Dank für die kritische Begleitung, die Unterstützung, die Solidarität und die Freundschaft!"[6]

Links

Einzelnachweise

  1. Übersicht in Sönke Rix: Lebenslauf, abgerufen 12.12.2021
  2. Vgl. Wikipedia: Sönke Rix, abgerufen 11.12.2021
  3. Sönke Rix: Über mich, abgerufen 11.12.2021
  4. Vgl. Wikipedia: SPD-Bundestagsfraktion, abgerufen 11.12.2021
  5. Vgl. Wikipedia: SPD-Bundestagsfraktion, abgerufen 11.12.2021
  6. Sönke Rix auf Facebook, 2.12.2017