1923: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SPD Geschichtswerkstatt
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==Januar==
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* [[5. Januar]] - Kundgebung für den [[Friedenspolitik|Völkerfrieden]] in [[Sozialdemokratischer Verein Groß-Kiel|Kiel]]. Neben [[Eduard Adler]] sprachen [[Marie Juchacz]] für den SPD Parteivorstand, [[Alexander Knoll]] für den Vorstand des [[Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund|ADGB]] und der dänische Abgeordnete des damaligen dänischen Oberhauses [[Carl Valdemar Bramsnæs]]. Der sprach über "die verkehrte Politik der Machthaber der Entente und stellt dem gegenüber die internationale Solidarität der Völker."<ref>Lübecker Volksbote, [http://library.fes.de/luebeck/pdf/1923/1923-006.pdf Ausgabe vom 8. Januar 1923]</ref>
* [[11. Januar]] - Französische Truppen begannen das Ruhrgebiet zu besetzen.
* [[12. Januar]] - Protestkundgebung gegen die Ruhrbesetzung im [[Gewerkschaftshaus Lübeck]]. Es sprach der ehemalige Reichswirtschaftsminister [[Robert Schmidt]].
[[Datei:Aufruf zur Protestkundgebung gegen die Ruhrbesetzung, Lübeck, 1923.png|zentriert|mini|573x573px|Lübecker Volksbote, 12.1.1923]]


==Februar==
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*Die ''[[Schleswig-Holsteinische Landpost]]'' und ''[[Frauen- und Gleichstellungspolitik|Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen]]'' stellen ihr Erscheinen ein.
*Die ''[[Schleswig-Holsteinische Landpost]]'' und ''[[Frauen- und Gleichstellungspolitik|Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen]]'' stellen ihr Erscheinen ein.


== Einzelnachweise ==
<references />
[[Kategorie:Jahresseite]]
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Version vom 15. Januar 2022, 23:58 Uhr

Willy Verdieck

SPD-Vorsitzende sind gleichzeitig Hermann Müller, Otto Wels und Arthur Crispien. In Schleswig-Holstein ist Heinrich Kürbis Oberpräsident. Vorsitzender des SPD-Bezirks ist Willy Verdieck.

Der parteilose Reichskanzler Wilhelm Cuno tritt im August nach nur neun Monaten im Amt wegen massiver Streiks gegen ihn zurück. Gustav Stresemann (DVP) wird Reichskanzler, tritt jedoch schon Ende November ebenfalls zurück. Wilhelm Marx, Mitglied der Zentrumspartei, wird sein Nachfolger.

Durch Kriegsschulden und hohe Reparationszahlungen an die Alliierten entwickelt sich im Deutschen Reich eine Hyperinflation. Das Briefporto etwa steigt von 50 Reichsmark(!) im Januar auf 1 Milliarde Reichsmark im November. Wirtschaft und Bankensystem brechen zusammen, die Arbeitslosigkeit steigt und die Löhne fallen ins Bodenlose. Dies bringt der KPD erheblichen Zulauf.

Reichskanzler Stresemann sieht eine drohende kommunistische Revolution und löst im Oktober in Sachsen und Thüringen deren paramilitärische Einheiten auf. In Hamburg und Schleswig-Holstein startet die KPD ebenfalls einen bewaffneten Umsturzversuch, der bereits am zweiten Tag niedergeschlagen wird. Im November versuchen in München die Nazis zu putschen, aber auch der Hitlerputsch wird umgehend beendet. KPD und NSDAP werden vorübergehend verboten.

Die Währung wird durch Einführung der Rentenmark im November allmählich stabilisiert.

Januar

Lübecker Volksbote, 12.1.1923

Februar

März

April

  • Die Freie Turnerschaft Elmshorn und der Verein für Rasensport Elmshorn schließen sich nach langwierigen Verhandlungen zusammen zur Freien Turn- und Sportvereinigung Elmshorn von 1890 (FTSV).
  • 1. April - Auf dem Jungsozialistentag in Hofgeismar gründen nichtmarxistische, christlich orientierte Jungsozialisten, unter ihnen der 23-jährige Franz Osterroth, den Hofgeismarer Kreis. Osterroth gibt auch bis 1926 die Politischen Rundbriefe des Kreises heraus.

Mai

Juni

  • 10. Juni - Wahl zum Oldenburgischen Landtag und damit im Landesteil Lübeck. Die SPD verliert noch einmal Stimmen und einen Sitz, bleibt aber mit 23,76 % weiterhin stärkste Partei.

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Nicht datiert

Einzelnachweise

  1. Lübecker Volksbote, Ausgabe vom 8. Januar 1923