1898

Aus SPD Geschichtswerkstatt


Vorsitzende der SPD sind Paul Singer und August Bebel. Die SPD unterliegt weiterhin dem Verbindungsverbot, das eine überregionale Parteiorganisation verhindert. In der Provinz Schleswig-Holstein und in Hamburg werden die Verbindungen durch Vertrauenspersonen und durch eine Agitationskommission aufrecht erhalten, an deren Spitze Heinrich Lienau steht.

Staatsoberhaupt ist Kaiser Wilhelm II., Reichskanzler Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst.

Das Deutsche Reich erzwingt von China einen deutschen Marinestützpunkt in der Bucht von Kiautschou. Der Reichstag beschließt per Gesetz den Aufbau einer Kriegsmarine und löst so das Flottenwettrüsten mit Großbritannien aus. Das Preußische Abgeordnetenhaus beschließt ein Gesetz, das Sozialdemokraten das akademische Lehramt an Hochschulen verweigert.

Otto von Bismarck stirbt am 30. Juli in Friedrichsruh.

Der Schriftsteller Émile Zola schaltet sich mit dem Artikel J'accuse ... in die Affäre um den zu Unrecht wegen Landesverrats verurteilten französischen Artillerie-Hauptmann jüdischer Herkunft Alfred Dreyfus ein.

Januar

Februar

  • 11. Februar - Der Gerber Hugo Werlich wird als erster Sozialdemokrat in die Gemeindevertretung von Wilster gewählt, scheidet aber noch im selben Jahr wieder aus; für ihn rückt der Zimmermann Cl. Junge nach.

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Nicht datiert