Ortsverein Kronshagen

Aus SPD Geschichtswerkstatt
Der Ortsverein Kronshagen ist eine Gliederung im Kreisverband Rendsburg-Eckernförde. Er wurde 1906 als Ortsverein Kopperpahl, Suchsdorf und Umgebung gegründet und wies bereits 1908 130 Mitglieder auf, war während der Weimarer Republik aktiv und wurde im März 1946 offiziell als Ortsverein Kronshagen wiedergegründet.

Gründung & Kaiserzeit

Seit dem 1. Oktober 1889 bestand der Amtsbezirk Kronshagen. Dieser umfasste die Dörfer Kronshagen, Kopperpahl, Suchsdorf, Ottendorf, Hassee mit Winterbek (bis 1910) und Hasseldieksdamm (bis 1910), Russee und Wik (bis 1893) samt den Gütern Schwartenbek und Projensdorf (bis 1896).[1] Am 1. April 1893 wurde Kopperpahl als ein Ortsteil in die Landgemeinde Kronshagen eingemeindet.

Bis dahin wurden die Angelegenheiten der Gemeinde durch die Gemeindeversammlung (Versammlung aller - 31 (Stand März 1893) - stimmberechtigten Männer) beschlossen. Durch die Eingemeindung stieg die Zahl der Stimmberechtigten auf 53 an. 1895 lebten 431 Personen in Kronshagen; in 61 Wohnhäusern wohnten damals 79 Familien.[2]

Am 2. Mai 1893 wurde deshalb zum ersten Mal eine Gemeindevertretung in Kronshagen gewählt (nach dem Dreiklassenwahlrecht). Insgesamt waren sechs Vertreter zu wählen, in jeder Klasse zwei. In der I. Klasse gaben 4 Wähler ihre Stimme ab, in der II. Klasse 5 und in der III. Klasse 23 Wähler. Jeder hatte 2 Stimmen, die Stimmabgabe war öffentlich und wurde sofort protokolliert.[3]

Die städtebauliche Entwicklung begann in den 1890er Jahren in Kopperpahl mit größeren Mietshäusern entlang der Eckernförder Chaussee, erst danach wurde der alte Dorfkern in Kronshagen entwickelt. Seit 1902 läßt sich ein Ortsverein Winterbek-Hassee und seit 1906 ein Ortsverein Kopperpahl und Umgebung innerhalb dieses Amtsbezirks nachweisen.

In seinen Erinnerungen Damals in Kronshagen schreibt Walter Weskamp, dass seine Eltern mit ihm und seinem Bruder 1913 von Kiel nach Kronshagen in die Kieler Str. 179 gezogen seien. "[4] Sein Vater Josef Weskamp (* 8. Juli 1881, † 12. April 1951) war seit 1906 Mitglied in der SPD, in der freien Turnerschaft, im Konsum und im Reichsbanner. Er vertrat die SPD im Amtsausschuss.[5]

Die späteren Vorstandsmitglieder Hermann Andritzki (* 26. März 1892, † ??, SPD-Mitglied seit 1916), Franz Piehotzki (* 9. Januar 1888, † ??, SPD-Mitglied seit 1913) und Emil Struck (* 3. Mai 1885, † ??, SPD-Mitglied seit 1905) gehörten bereits in der Kaiserzeit der SPD an.[6]

Ebenfalls zu den Genossen der ersten Stunde gehörten der Maurer Johann Mückenheim und der Tischlergeselle Hans Nissen aus Kopperpahl. Hans Nissen wurde bereits am 15. März 1909 und Johann Mückenheim am 2. März 1911 in die Gemeindevertretung gewählt.[7]

Johann Mückenheim war als Fahnenträger im Reichsbanner Kronshagen-Suchsdorf sehr aktiv. Sein Sohn Karl Mückenheim berichtet von einer SPD, "die damals, vor den ersten Weltkrieg, "hier auf dem Lande" nur ein kleines Häuflein gemiedener Sozis war. Wenn der kleine Karl damals seinem Vater beim Verteilen der Flugblätter half, mußte er Angst haben, mit Hunden vom Hof gehetzt zu werden; dafür wurde er in den Knechtkammern um so freundlicher empfangen."[8]

Weimarer Republik

Auch in Kopperpahl wurde zur Novemberrevolution 1918 ein Arbeiterrat gegründet. So schreibt die Volks-Zeitung:

"Kopperpahl und Umgebung, 15. November.
Einsetzung eines Arbeiterrates
Eine am Donnerstag nach längerer Pause wieder einmal tagende Mitgliederversammlung des Sozialdemokratischen Ortsvereins war außerordentlich stark besucht, auch von geladenen Gästen. Nach kurzen Ansprachen des Genossen Fröhlich[9] vom Arbeiterrat und des Genossen Götze vom Soldatenrat Kiel wurde für den hiesigen Vereinsbezirk ein aus zehn Personen zusammengesetzter Arbeiterrat gebildet, der sich demnächst konstituieren und näheres noch bekannt geben wird. Nach Aufnahme von 27 neuen Mitgliedern wurde Genosse Bolow und die Genossin Frey in den Vorstand gewählt, der nunmehr vollständig ist. Die Versammlungen werden nunmehr wieder allmonatlich abgehalten."
Volks-Zeitung, Feb 1919
Weiter erinnert sich Walter Weskamp:
"Einwerfen muß ich hier, daß es schon lange in Kronshagen einen Arbeiter-Turnverein gab. Bald nach unserer Ankunft im Ort [dies war 1919] meldete unser Vater [meinen Bruder Herbert und mich] dort an. Regelmäßig sind wir dann wöchentlich einmal zum Turnen in die Turnhalle gegangen."

Für das Jahr 1924 erinnert er sich:

"Im gleichen Jahr riefen zwei junge Kronshagener [dies waren Bruno Hempel und Reinhold Prehn] die Arbeiter-Jugend ins Leben. Jahre haben wir an den wöchentlichen Zusammenkünften teilgenommen. Aus dieser Vereinigung gingen später die Roten Falken hervor." [10]
Rote Falken, Kronshagen, 1930, hinten links Käthe Hempel, daneben Käthe Schmidt (mit Mütze), hinten 2 von rechts Herbert Weskamp, vorne sitzend Hans Andritzi

Im Sommer 1929 gründeten dann Otto Hillmann (1. Vorsitzender) und Walter Weskamp (2. Vorsitzender) die Sozialistische-Arbeiter-Jugend (für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren) in Kronshagen.

"Mit meinen Geschwistern und weiteren Jugendlichen waren wir dann bis zur Zwangsauflösung 1933 eine recht aktive Gemeinschaft. Absolut gegen den Krieg eingestellt, war es doch besonders tragisch, daß neben Otto noch vier weitere Freunde aus diesem Kreis gefallen sind."[11]

In Kronshagen gab es während der Weimarer Zeit zwei Konsum-Verteilungsstellen, die von den Genossen Ludwig Flick und Erich Borgward betrieben wurden. 1932 war es u.a. Aufgabe der Mitglieder des Reichsbanners, die Verteilungsstellen und die Wahlkampfplakate zu bewachen und zu schützen. So wurde bis 1 Uhr nachts regelmäßig patrouilliert.[12]

1927, mit 20 Jahren, trat Walter Schütt in die SPD ein. Vier Jahre später wurde auch Walter Weskamp Mitglied. Er wurde 1932 zum Schriftführer gewählt.

Das Amt Kronshagen

Josef Weskamp nimmt die Wahl in den Amtsausschuss an
Die Gemeinde Kronshagen bildete während der Weimarer Republik zusammen mit Suchsdorf, Ottendorf, Russee und den Gutsbezirken Projensdorf und Schwartenbek den Amtsbezirk Kronshagen. Im Amtsausschuss waren der Amtsvorsteher und sein Stellvertreter stimmberechtigt, dazu die Gemeinden Kronshagen und Suchsdorf mit je 2 Vertretern, die Gemeinden Otterndorf und Russee sowie die beiden Gutsbezirke mit je 1 Vertreter. Auf Antrag der Gemeindevertretung Kronshagen wurde am 19. Mai 1920 der Amtsausschuss erweitert; die Gemeinde Kronshagen erhielt 4 Stimmen. Neben dem Gemeindevorsteher und seinem Vertreter konnte die Gemeindevertretung Kronshagen zwei weitere Mitglieder benennen.

Vom 18. Mai 1922 bis März 1933 war Josef Weskamp Mitglied des Amtsausschusses und prüfte u.a. die Jahresrechnungen des Amtes.

Von 1922 bis 1930 war der Sozialdemokrat Otto Rehder aus Russee gewählter Amtsvorsteher.

Am 17. Dezember 1929 wurde der Suchsdorfer Gemeindevorsteher vom Kreistag zum Amtsvorsteher vorgeschlagen. In der Sitzung des Gemeinderates Kronshagen am 23. Dezember 1929 wurde einstimmig beschlossen,

"durch den Herrn Landrat eine Eingabe an den Oberpräsidenten zu richten, dass die Bestätigung des vorgeschlagenen Amtsvorstehers nicht ausgesprochen, sondern der Amtsvorsteher vielmehr aus der Gemeinde Kronshagen ernannt wird."[13]

Die Eingabe war nicht erfolgreich. Ab dem 1. April 1930 wurde der Sitz des Amtes Kronshagen nach Suchsdorf verlegt.

FunktionsträgerInnen Kommunalpolitik

Die Gemeindevertretung bestand aus 12 gewählten Mitgliedern, dem Gemeindevorsteher und dem stellvertretenden Gemeindevorsteher. Daneben gab es folgende Ausschüsse und Kommissionen: Finanzierungskommission; Bau- u. Verkehrskommission, Licht- u. Wasserkommission, Gesundheit- u. Wohlfahrtskommission, Steuerausschuss, Fürsorgeempf....ausschuss, Eingemeindungskommission und Schulvorstand.[14]

Name geb. Beruf SPD seit Gemeindevertretung Ausschüsse
Hermann Andritzki 26. März 1892 Gärtner 1916 von 1929 bis 1933: Gesundheit- u. Wohlfahrtskommission
Heinrich Hartwig 21. Oktober 1880 Steinsetzer 1907 von 1925 bis 1933 von 1924 bis 1929: Licht- und Wasserkommission; von 1929 bis 1933: Bau- u. Verkehrskommission
Sophie Hempel 12. Mai 1882 Witwe 1908 von 1924 bis 1933: Gesundheit- u. Wohlfahrtskommission
Eduard Markowski 28. Februar 1883 Nieter 1910 von 1932 bis zur NS-Machtübernahme von 1929 bis 1933: Licht- und Wasserkommission; Steuerausschuss
Ludwig Möller Kontorist von 1933 bis zur NS-Machtübernahme
Johann Mückenheim 29. April 1874 Maurer von 1919 bis 1924
Karl Mückenheim 27. Juli 1902 Schlosser 1921 von 1933 bis zur NS-Machtübernahme
Hans Nissen Tischler von 1919 bis 1931
Karl Stegelmann 3. September 1875 Tischler 1898 von 1925 bis zur NS-Machtübernahme von 1924 bis 1933: Finanzierungskommission; Grundausschuss
Emil Struck 3. Mai 1885 Tischler 1905 von 1932 bis 1933
Arthur Thiele 22. Februar 1876 Tischler 1904 von 1929 bis 1933: Bau- u. Verkehrskommission
Hermann Tresp 24. April 1887 Gärtner 1914 von 1929 bis 1933: Licht- und Wasserkommission
Heinrich Wegner Modelltischler von 1919 bis 1929
Hermann Wahl von 1929 bis 1931

NS-Herrschaft

Walter Weskamp als Schriftführer hatte seine Unterlagen nicht vernichtet, sie fielen beim Verbot der SPD der Polizei in die Hände. Allerdings, so Walter, enthielten sie ja keine Geheimnisse. In der damaligen Zeit kannte ja eh jeder jeden. Nur Franz Piehotzki erhielt zwei Jahre Arbeitsverbot, danach durfte er wieder als Torpedoschlosser arbeiten. Weitere Nachteile für die Genossen sind nicht bekannt.

Im März 1933 fanden die letzten (halbwegs) freien Wahlen zur Gemeindevertretung statt. Die SPD errang vier der zwölf Sitze. Die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung am 31. März 1933 war für Karl Stegelmann, Eduard Markowski, Karl Mückenheim und Ludwig Möller auch die letzte. Bei der Verteilung der Sitze in den Ausschüssen wurden keine Sozialdemokraten berücksichtigt. Bei der nächsten Sitzung am 5. Mai 1933 "fehlten" die sozialdemokratischen Mitglieder "entschuldigt"; unter dem Tagesordnungspunkt 1.1) "Eingänge und Mitteilungen" hieß es

"Ein Antrag der sozialdemokratischen Mitglieder der Gemeindevertretung auf Entbindung von ihren Mandaten wird bis zur nächsten Sitzung zurückgestellt."[15]

1937 konnten die Lagerhalter (Filialleiter) der Konsum-Verteilungsstellen ihre Läden vom NS-Staat (der sie sich angeeignet hatte) käuflich erwerben.[16]

Fahne des Reichsbanners Kronshagen-Suchsdorf

Die Fahne des Reichsbanners überstand die Zeit eingenäht in ein Prunkkissen bei der Familie von Karl Mückenheim. Heute hängt sie im Fraktionszimmer der SPD im Rathaus Kronshagen.

Walter Weskamp berichtet auch, dass sein Vater Josef Weskamp einige Wochen lang einen Kommunisten, den Genossen Schlegel aus Oppendorf, bei sich in der Gartenbude versteckt hatte.[17]

Neugründung und jüngere Geschichte

Thomas Weers schreibt in der Chronik 1996:

"Die in der Gemeindevertretung aktiven Sozialdemokraten und einige weitere wie z.B. Franz Piehotzki und Hermann Andritzki bildeten den kleinen Kreis derer, die im März 1946 den SPD-Ortsverein Kronshagen-Suchsdorf wieder gründeten. [...] Der erste Vorstand nach dem Krieg ist identisch mit den letzten vor 1933: Vorsitz Franz Piehotzki, Stellvertreter Hermann Andritzki, Kassierer Emil Struck, Schriftführer Walter Weskamp."

Die Quellenlage zu Suchsdorf stützt diese Version eines zeitweiligen erneuten gemeinsamen Ortsvereins nicht, jedoch gibt es aus der in Kronshagen erhaltenen Mitgliederkartei Hinweise, dass sie der Realität der Nachkriegszeit entsprechen könnte. Und es existiert bis heute eine Fahne einer Reichsbanner-Gliederung Kronshagen-Suchsdorf.

Die erste Sitzung des Ortsvereins nach der NS-Diktatur fand am 16. Dezember 1945 statt. Allein an diesem Tag wurden 92 Genossen und Genossinnen aufgenommen; die Mehrzahl hatte der SPD bereits vor 1933 angehört. Bis zur offiziellen Wiedergründung des Ortsvereins Kronshagen im März 1946 war diese Zahl auf 222 gestiegen und wuchs bis Ende 1950 auf 425 an. Sie teilte sich in 250 Altgenossen (davon 68 Genossen, die schon während der Kaiserzeit Mitglied waren) und 175 Neueintritte.[18]

Neu dabei war etwa Walter Müller, der spätere Baudezernent Kronshagens. 1945 setzte die britische Militärregierung einen mit wenig Rechten ausgestatteten Gemeindedirektor als Chef der Gemeindeverwaltung ein. Mit Klaus Gerke als Gemeindedirektor und Walter Müller als Stellvertreter standen zwei Genossen an der Spitze der Gemeindeverwaltung. Am 7. Februar 1946 wurde dann der Genosse Willi Baumann zum ehrenamtlichen Bürgermeister von Kronshagen und Ludwig Flick, ebenfalls SPD-Mitglied, zu seinem Stellvertreter gewählt.

Walter Weskamp hatte ab 1946 als sogenannter Organisationsleiter der SPD die Aufgabe, die ehemaligen Genossen aufzusuchen und wieder in die Partei aufzunehmen. Im selben Jahr begründete er zusammen mit seiner Frau Erika Weskamp und Walter Schütt die Falken neu. Zuerst fanden die Treffen der Falken in den Privaträumen der Familie Weskamp statt, in den späteren Jahren traf man sich im gemeindeeigenen Vereinsheim im Suchsdorfer Weg. Hier war der Genosse Hugo Graupner Hausmeister. Bis Mitte der 1970er Jahre gab es die Falken in Kronshagen. Bei der Betreuung der unterschiedlichen Gruppen erwarb sich besonders Lisa Schlapkohl große Verdienste.

Am 25. September 1946 trat der erste gewählte Gemeinderat zusammen. Die SPD hatte in der Kommunalwahl 1946 mit 10 Sitzen gegenüber 7 Sitzen der CDU und einem Vertreter der KPD die absolute Mehrheit erreicht.

Einladung zur Mitgliederversammlung 1951

1974 gründete Wolfgang Weskamp mit Kronshagen aktuell eine eigene Zeitung des Ortsvereins, die 33 Jahre lang in der Regel vierteljährlich erschien und kostenlos an alle Haushalte verteilt wurde. Seit 1985 hieß sie Kontakte, danach ROTOR.

Ebenfalls 1974 wurde Ida Petersen als erste Frau zur Ehrenbürgerin der Gemeinde Kronshagen ernannt.

Direktkandidaten für die Kommunalwahl 1978: 1. Reihe: Dieter Reyher, Lianne Paulina-Mürl, Eva Rath, Siggi Waschko; 2. Reihe: Erika Weskamp, Joachim Stenzel; 3. Reihe: Hans Siebmann, Günter Widulle, Volker Lötsch; es fehlen: Walter Martins, Cord-Peter Lubinski, Theo Sakmirda
Am 30. September 1977 gründete sich die AsF Kronshagen, mit Lianne Paulina-Mürl als 1. Vorsitzender. Neben Einzelveranstaltungen führte sie einmal in Monat ein Stammtisch und zweimal jährlich eine Kinderkleider- und Spielzeugbörse durch.

1982 wurde Walter Weskamp für seine Verdienste als Gemeindevertreter und bürgerliches Mitglied in der Gemeindevertretung in den Jahren 1946 bis 1971 mit dem neugeschaffenen "Ehrenteller der Gemeinde Kronshagen" ausgezeichnet.

Erstmals in Schleswig-Holstein verlieh der Juso-Kreisvorstand Rendsburg-Eckernförde 1985 die goldene Juso-Ehrennadel, an Volker Lötzsch. "Er habe sich, so Ulrich Erdmann als Vertreter des Juso-Kreisvorstandes bei der Verleihung, um den Aufbau und Erhalt der Juso-AG Kronshagen und darüber hinaus um die Juso-Arbeit im Kreis besonders verdient gemacht."[19]

Bis 1991 waren die Genossen aus Ottendorf im OV Kronshagen integriert. Danach wurde unter tatkräftiger Mithilfe von Ingrid Weskamp und Thomas Engel ein eigenständiger Ortsverein Ottendorf gegründet.

1993 legten vier Vorstandsmitglieder ihre Ämter nieder, als Reaktion auf die im Bonner Asylkompromiß angestrebte faktische Abschaffung des Asylrechts auch für politisch Verfolgte.[20]

1998 fand erstmals eine Direktwahl für das Amt des Bürgermeisters in Kronshagen statt. Malte Hübner-Berger kandidierte für die SPD. Er erreichte mit 48,9% ein sehr gutes Ergebnis in der Stichwahl, konnte sich aber gegen den amtierenden Bürgermeister Wilhelms nicht durchsetzen.

Nach über dreißig Jahren in der Kommunalpolitik schied Cord-Peter Lubinski 2003 aus der Gemeindevertretung aus. Aus diesem Anlass wurde ihm die Ehrenbürgerwürde verliehen. Seit 1976 war er ununterbrochen Vorsitzender der SPD-Fraktion. Sein Schwerpunkt lag immer beim Finanz- und Hauptausschuss, um so Gestaltungsspielräume für das kommunale Ehrenamt zu sichern. Daneben war er von 1978 bis 1990 als Mitglied des Kreistages im Bereich Wirtschaft und Verkehr und im Kreisausschuss tätig.

Gegenwart (ab 2003)

Am 14. April 2011 wurde Cord-Peter Lubinski zum Ehrenvorsitzenden der SPD Kronshagen gewählt. Aus diesem Anlass wurde ihm die Willy-Brandt-Gedenkmedaille verliehen.[21]

Literatur

Quellen

  1. Arthur Gloy: Das alte Amt Kronshagen, S. 94 f.
  2. Detlef Gäde: Aus der Geschichte Kronshagens, in: Gemeinde Kronshagen (Hrsg.): Kronshagen. Beginn * Entwicklung * Gegenwart (o.O. 1971), S. 20 ff.
  3. Wahlprotokoll vom 2.5.1893, S.1 bis S.10; Gemeindearchiv Kronshagen Medium:Wahl GV Kronshagen 1893.pdf
  4. Walter Weskamp: Damals in Kronshagen (unveröffentlicht), S. 1
  5. Transkription eines Interviews mit Walter und Erika Weskamp am 8.11.1985 zur Geschichte des SPD-Ortsvereins und der AWO in Kronshagen
  6. Mitgliederdatei des OV Kronshagen von 1945 bis 1950
  7. Protokolle zur Gemeinderatswahl am 15.3.1909, S.3 sowie 2.3.1911, S.2; Gemeindearchiv Kronshagen
  8. Günter Widulle: Das ist Kronshagener Geschichte, Kronshagen aktuell, 1/78, S.7
  9. Vermutlich Oskar Fröhlich, Sozialdemokratischer Verein Groß-Kiel
  10. Bei den Roten Falken waren die Kinder üblicherweise bis 14 Jahre organisiert. Die Sozialistische-Arbeiter-Jugend war die Organisation für die Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren.
  11. Walter Weskamp: Damals in Kronshagen, S. 2 f.
  12. Transkription eines Interviews mit Walter und Erika Weskamp am 8.11.1985 zur Geschichte des SPD-Ortsvereins und der AWO in Kronshagen
  13. Protokoll der Gemeindevertretung vom 23.12.1929, Tagesordnungspunkt 12, S. 222, Gemeindearchiv Kronshagen
  14. Siehe auch das Protokoll der Sitzung der Gemeindevertretung vom 23.12.1929 Medium:Protokoll_GV_23121929.pdf
  15. Protokoll der Gemeindevertretung vom 5.5.1933, Gemeindearchiv Kronshagen
  16. Heinz Meier: Die Eckernförder Straße in Kopperpahl (unveröffentlicht), S. 6
  17. Transkription eines Interviews mit Walter und Erika Weskamp am 8.11.1985 zur Geschichte des SPD Ortsvereins und der AWO in Kronshagen
  18. Mitgliederdatei des OV Kronshagen von 1945 bis [[1950]
  19. Kontakte, Dez. 1985, S. 5
  20. Vorstand neu gewählt, Kontakte, März 1993, S. 4
  21. Protokoll zur JHV des Ortsvereins Kronshagen, 14.4.2011
Ortsverein Kronshagen
Ortsverein Kronshagen
Gegründet: 1906 als Ortsverein Kopperpahl und Umgebung
Wiedergegründet: 1945
Vorsitzende/r: Gaby Weber
Homepage: https://www.spd-kronshagen.de/


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